Politik


Zwang und Vorurteil

Luise Martha Anter, Foto: Amac Garbe, ein-satz-zentrale.de

Luise Martha Anter Foto: Amac Garbe

Von Luise Martha Anter

Und die Fahne stürzt ab. Also zumindest halb. Eine Windbö versetzt ihr den Todesstoß. Wo eben noch stolz das Emblem der Jusos prangte, hängt jetzt ein Stück Stoff traurig in der Landschaft rum. Was würde diese Szene doch taugen für ein fieses Sozi-Bashing! „Mensch, bei denen stürzen ja die Fahnen ab wie die Umfragewerte!“ Nur: Niemand macht gerade seinem Unmut über die SPD vermittels halbwüchsigem Humor Luft. Denn hier, beim Campus 2030 der Dresdner Juso-Hochschulgruppe, ist niemand. Jedenfalls niemand, der nicht eingeladen war.

Natürlich, die SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des dortigen Ausschusses für – Achtung! – Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Simone Raatz, ist da, (mehr …)

Kein Sex ist auch keine Lösung

Foto: Amac Garbe, ein-satz-zentrale.de

Foto: Amac Garbe

Von Alisa Sonntag

Im Dezember wurde ein Gesetzesantrag der Linken im Sächsischen Landtag abgelehnt, der kostenlose Verhütungsmittel für Geringverdiener anpeilte. Studenten, Hartz-IV-Empfänger und andere müssen also auch weiterhin selbst für die Verhütung aufkommen.

Oft passiert es nicht, dass die Abgeordneten des Sächsischen Landtages über Sex diskutieren. Beim letzten Mal stritten die Parlamentarier über einen Gesetzesantrag der Linken. Thema: kostenlose Verhütungsmittel für Geringverdiener, also auch für Studenten. Die Debatte zum Antrag fand im Dezember statt und, wie es das Schicksal vieler Oppositionsanträge ist, er wurde abgelehnt. (mehr …)

Ein ganz heißes Eisen

Foto: Amac Garbe, ein-satz-zentrale.de

Sieht romantisch aus, ist aber Teil eines Millionengeschäfts: die Galopprennbahn Dresden. Foto: Amac Garbe

Von Tanja Rudert

Pferderennen sind ein Sport mit Herz und Tradition – sagen die Rennvereine. Tierschützer sehen das anders.

Bei Pferderennen hat womöglich jeder ein etwas anderes Bild im Kopf. Die meisten vielleicht das eines grünen Rasens, von schicken Menschen und viel Geld. Auch in Dresden-Seidnitz, weitab vom Campus, existiert eine Galopprennbahn. Auf dieser Anlage, zu der ein Trainingszentrum gehört, veranstaltet der Dresdner Rennverein seit 1891 Galopprennen. Auch außerhalb der Rennsaison werden dort täglich etwa 70 Vollblut-Pferde trainiert. (mehr …)

Mehr als montags Gegendemo

Foto: Amac Garbe, ein-satz-zentrale.de

Katrin Schambil hat für drei Wochen Dresden den Rücken gekehrt, um auf Chios Flüchtlingen zu helfen. Foto: Amac Garbe

Von Lion Schulz

Eine Dresdner Studentin half in ihren Semesterferien auf der griechischen Mittelmeerinsel Chios Geflüchteten. „ad rem“ hat sie von ihren Erfahrungen erzählt.

Langsam wird es eng für Katrin Schambil. Die Eltern gehen nicht ans Telefon. Die 20-Jährige TU-Studentin hat an einem verschneiten Dresdner Februarmorgen ein Flugticket gekauft. Es geht nach Griechenland, am gleichen Abend. Nicht, um die Sonne zu genießen, sondern um den Menschen dort zu helfen, wo sie versuchen, grausamen Schicksalen zu entrinnen. Es ist ein mächtig spontanes Unterfangen. Erst ein paar Minuten bevor sie Dresden verlässt, (mehr …)

Genauer hingeschaut

amg_Filmfesttrophäe_BlogVon Carl Lehmann

Am 12. April startet das Filmfest Dresden bereits zum 28. Mal und bringt neben aktuellen Kurzfilmproduktionen auch bisher unveröffentlichte Geheimdienstfilme ans Licht.

Nach annähernd drei Jahrzehnten haben sich beim Filmfest Dresden gewisse Traditionen entwickelt. Seit 1992 gibt es einen internationalen Wettbewerb, sechs Jahre später hatte sich dann auch ein nationaler Wettbewerb hinzugesellt. In diesen Kategorien, welche sich auf zehn Programme verteilen, treten vom 12. bis 17. April wieder eine Vielzahl von Filmproduktionen um den begehrten Goldenen Reiter an. Mindestens ebenso wichtig sind die zusätzlichen Sonderprogramme. Hier werden neben etablierten Sparten, wie beispielsweise dem Kinderfilm, jedes Jahr neue Akzente gesetzt. (mehr …)

An der Elbe darf man kein Feuer machen

amg_FlüchtlingsfamilieVon Alisa Sonntag

In der Asyldiskussion hat jeder eine Meinung, aber wenige haben sich mit Schicksalen statt nur mit Zahlen auseinandergesetzt. Deswegen hat „ad rem“ bei der Familie Omar/Farho nachgefragt, die vor über einem Jahr aus dem syrischen Aleppo nach Deutschland geflohen und jetzt auf dem Gelände von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden untergekommen ist. Wie hat sich ihr Alltag verändert? (mehr …)

Nicht einmal geschenkt

Foto: Amac Garbe, ein-satz-zentrale.deVon Marie-Therese Greiner-Adam

Um Greenpeace gab es in den vergangenen Wochen einen Medienrummel, denn die Organisation plant, die Kohlekraftwerke und Tagebaue von Vattenfall in der Lausitz zu kaufen. Student Gerald Schneider engagiert sich bei Greenpeace und erzählt „ad rem“, was die Umweltschützer mit den Werken vorhaben. (mehr …)

Nächste Seite »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 56 Followern an