Wie entsteht, was Ihr seht

Von Amac Garbe

Ein Bild sagt manchmal gar nicht mehr als Tausend Worte. Ganz speziell sagt ein Bild besonders selten etwas darüber, wie es entstanden ist. Und weil das hier ein Blog ist, sind hier einige Worte notiert, die ab sofort immer dienstags und donnerstags ein wenig mehr über so manche Entstehungsgeschichte der „ad rem“-Bilder verraten.

Kommentare zu den Geschichten hinter den Bildern. Gern hören wir auch Deine Meinung.

 

 

Sommeranekdoten und die Entstehungsgeschichte zur Freilufttheaterillustration in „ad libitum” vom 28. Juli, Seite 13

 

Das ist jetzt wohl ein wenig unoptimal gelaufen. Eigentlich sollte mein Blogeintrag von vor zwei Wochen auch mein letzter sein. Für diesen Sommer.

 

Es ist ja Sommerpause in der „ad rem“-Redaktion. Deshalb gibt’s auch keine Geschichte hinter den Bildern. Allerdings hatte ich vergessen zu erwähnen, dass ich ebenso eine Blogsommerpause einlege. Entsprechend wurde ich schon mehrfach gefragt, wann denn nun endlich eine neue Geschichte hinter den Bildern kommt. Nun, da nehme ich das jetzt noch einmal zum Anlass, einige Worte loszuwerden. Eine echte weitere Geschichte hinter einem Bild gibt’s jedoch nicht. Eher Notizen am Rande der Geschichten hinter den Bildern – das ist hier ja schließlich ein Blog, bei dem auch allgemeine Randbefindlichkeiten thematisiert werden können.

 

Zum Beispiel soll mal nicht unerwähnt bleiben, dass mittlerweile immer öfter diese hoffende Frage auf „ad rem“-Fototerminen zu hören ist: „Wird das denn jetzt auch eine Geschichte hinter dem Bild…?“ Manchmal hörte ich dies schon auf Terminen, die ich für andere Redaktionen absolvierte. (Das zeigt mir: Offenkundig sind dies hier unglaublicherweise Zeilen, die wirklich nicht nur von zwei bis drei Menschen gelesen werden. Erst eben am Wochenende outeten sich Herren einer Dresdner Eventagentur als regelmäßige Leser – ja, sogar als Fans – meines Blogs. An dieser Stelle sei übrigens mal gesagt: Echte Fans geben einen Kommentar ab!) Jedenfalls verneine ich meistens – nicht weil die Leute oder die Termine so doof sind, sondern oftmals weil sie so nett sind und alles zu glatt verläuft. Und so wird das meistens nix mit einer Geschichte hinter dem Bild. Auch beim Shooting zur Freilufttheater-Illustration, welche hier mal stellvertretend für die Sommerpause neben den Text gesetzt wurde, war das so: Die Autorin besorgte alles, was nötig war, um ein etwas snobistisches Freilufttheaterbild zu produzieren. Model, Hut, Glas, Prosecco ähnliche Flüssigkeit. Das Licht war ebenso bestens. Das Model hat perfekt gepasst und hat schön mitgearbeitet. Innerhalb weniger Minuten war das Bild im Kasten. Fertig. Was gibt es da schon groß zu erzählen, außer, dass es nett war?

 

Dann wollte ich noch mitteilen, dass der Schauspieler Christian Kühn, dem ich ja hier unten beim Elbstrandbild einige Zeilen widmete, angesichts einiger „ad rem“-Ausgaben einigermaßen verblüfft nachfragte, weshalb „ad rem“ nicht in „a mac“ umbenannt werden würde. Als Begründung meinte er: „Die ganze Zeitung wird doch quasi nur mit Bildern von dir zusammengehalten.“ Ein schöner Gag. Eine schöne Schmeichelei.

 

Außerdem fällt mir noch ein, dass die gute „ad rem“-Chefin vergangene Woche das Büro aufräumte und sich von schweren und sehr unnötigen Altlasten ihres Vorgängers befreite, die in Kisten-, Stapel und Ordnerform bisher geradezu apokalyptische Ausmaße in Höhe und Breite annahmen. Seit sie die vier Quadratmeter vom Herrn Vorgänger geerbt hatte, war also jede Ecke mit alten Protokollen, noch älteren Büchern und regelrecht antiken Fotostapeln bedrohlich besetzt. Jetzt aber, nachdem eine Hundertschaft Verlagsmüllmänner diese Berge säckeweise forttrugen, glänzt das Büro vor Ordnung mit System.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Bloglesern eine herzlich entspannte, aufgeräumte Sommerzeit!

 

 

Entstehungsgeschichte zum Titelfoto der „ad libitum”-Ausgabe vom 28. Juli

Gar nicht mal so selten kommt es vor, dass ich mit meinem Tagwerk unzufrieden bin – da mag es noch so viele kollegiale Stimmen geben, die mir sagen, es sei alles bestens. Woher diese Unzufriedenheit kommt? Für sie gibt es unzählige Gründe. Als Fotograf für Redaktionen und Agenturen immer an der Front zu sein, bedeutet ja, ständig den widrigsten Umständen zu trotzen. Ein Beispiel gefällig? Gern.

Für die „ad rem” stand wieder die Titelbildgestaltung der alljährlichen Sommerferienausgabe namens „ad libitum” an. Lange schon hatte ich mir Gedanken dazu gemacht. In den vergangenen Jahren ließ ich zum Beispiel einen jungen Studenten auf einer Hörsaalbank mit Handtuch, Sonnencreme und Capri-Sonne posieren. Ich ließ auch schon mal eine nette junge Dame mit Eis am Stiel mitten auf einer Straße sitzen. Eine Studentin las mal ein Buch vor imposanter Stadtkulisse auf einer Wiese liegend. Ein junger Typ mit Hut saß auf einem Dach hoch über seinem Stadtviertel. Ich fragte mich also schon im Frühling, was ich dieses Jahr wohl umsetzen könnte. Das Illustrationsbild soll ganz offensiv Ferien, Freizeit, Freiheit zeigen. Gerne ein bisschen frech und augenzwinkernd. Und urban soll es sein. Ferien in der Stadt sozusagen.

Zunächst hatte ich wieder den Blick über eine Stadt vor Augen. Die ganz schlimme Klischeekiste eben: Auf einem Schornstein lümmelnd eine Person, die mit ganz dicken Kopfhörern Musik hörend den Sonnenuntergang beobachtet. Keine besonders originelle Idee. Aber ich hatte immerhin schon mal das geeignete Model. Den Schauspieler Christian Kühn, der dieses Jahr schon gefühlte 1756 Mal vor meiner Kamera stand und dies durchaus gern noch mal so oft darf. Mit ihm hatte ich vor einiger Zeit mal ausgemacht, in diversen Städten Dachmotive zu schießen. Perfekt also. Prima auch, dass er gleich in Dresden-Trachenberge ein schönes Dach ausfindig machen konnte. Ein schönes Dach. Idyllisch umgeben von alten Schornsteinen und ausgestattet mit einem herrlichen Blick über Dresden.

Nur dummerweise war ich natürlich unzufrieden. Erstens ging zwar die Sonne schön unter, aber der Himmel färbte sich an dem Tag kein bisschen. Zweitens befand sich das Haus am Stadtrand – zu weit weg vom Stadtzentrum. Rings herum nur Bäume. Nix mit Urbanität. Wenn Dach, dann bitteschön MITTEN in der Stadt. Na, und drittens konnte ich mit der langen Brennweite nicht arbeiten. Das Dach dafür war zu klein. Unterm Strich hatten Christian und ich zwar einen netten Dachausflug und ich schoss mit dem Weitwinkel einige Bilder, die er dankbar für seine eigene PR verwenden kann. Mit meiner Ferienillu war ich dennoch nicht weiter.

Dann kam mir endlich die Idee, ein Elbestrandbild zu schießen. In Dresden-Johannstadt befindet sich ein idealer Sandstrand – mit Blick auf die Altstadt, was ja für die Urbanität des Bildes nicht ganz unwichtig ist. Christian hatte zum Glück Lust und fragte auch noch gleich seine Mitbewohnerin, die Sängerin Sabine Kaufmann. Beide hatten Lust. Die Idee war simpel wie nett: Die beiden spielen im Sand mit Förmchen, Schäufelchen und Spielzeug-Traktörchen. Der geeignete Abend war schnell gefunden, die Spielutensilien borgte ich von der Dresdner Stadtoase (dort musste ich den Chef Anfang des Frühlings für eine andere Redaktion schon mal mit seinem Sandspielzeug ablichten) und die beiden warfen sich in Freizeitschale als ich sie abholte.

Als wir drei zur Elbe radelten, machte Christian unmissverständlich klar, dass dieses Shooting bitteschön eine „Geschichte hinter den Bildern” werden solle. Auf diese Weise konnte ich ganz vorzüglich feststellen: Es gibt tatsächlich noch einen weiteren Leser dieser Zeilen! Ich sagte jedenfalls, dass uns dafür aber mindestens ein Vogel auf den Kopf kacken müsse. Ansonsten würde es ja nichts zu berichten geben. Am Strand angekommen, war ich natürlich unzufrieden. Das Wetter war bescheiden. Kein blauer Himmel. Kein sonderliches Abendrot, immerhin aber ganz kurz. Der Blick zur Altstadt war doppelt nicht geeignet (einmal weil die Sonne auf der falschen Seite untergeht und weil die Brücken zu nah sind und die Sicht versperren, das hätte ich vorher wissen können, echt mal).

Mit hingebungsvoller Freude erkleckerten meine beiden Modelle nichtsdestotrotz eine schöne Sandkleckerburg und ich ließ die beiden Richtung Johannstädter Fähre posieren. Geduldig goss Christian immer und immer wieder Wasser aus der kleinen Gießkanne auf die Kleckerburg. Sabine schaute dauernd tapfer in die Ferne während ihr Kleid von unten nach oben stetig nasser wurde. Die wenigen roten Sonnenstrahlen, die sich durchs graue Wolkendickicht kämpften, sorgten immerhin für die nötige Sommersonnenfreizeitstimmung. Christian sah mir dennoch an, dass sich meine Zufriedenheit ziemlich in Grenzen hielt. Was allerdings keineswegs an ihm oder Sabine lag – so wie es meistens nicht am Modell liegt. Es ist bei mir einfach nur der tägliche Kampf mit mir und der Technik. Nun ja, letztlich ist auch hier ein ganz sympathisches Motiv herausgekommen. Im Druck ist es leider etwa zu grell geraten. Was dieses Motiv nun jedoch mit Urbanität zu tun hat, weiß ich jetzt auch nicht. Ich habe ja eigentlich an meinem mir gesteckten Ziel völlig vorbeigearbeitet. Da könnte ich glatt unzufrieden werden….

PS: Ich habe schon eine Idee fürs nächste Jahr! Fällt mir gerade eben ein. Es ist die Idee von meinem ehemaligen Eis leckenden Titelmodell. Damals, vor zwei Jahren meinte sie, es wäre doch ganz witzig, mitten in einem großmütterlichen Plüschcafé ein aufblasbares Kinderwasserbassin aufzustellen und in dieses dann einen planschenden Studenten hineinzusetzen. Doch. Ja. Hat was. Wird gemacht. Nächstes Jahr dann. Wer als Planscher posieren möchte, kann sich ja jetzt schon mal melden. Einfach mailen an: leserpost@ad-rem.de

 
 
Entstehungsgeschichte zum Titelfoto „Eine verlorene Schlacht?” in der „ad rem”-Ausgabe 21.2010 vom 21. Juli, Seite 1/3

Im Rahmen zur Berichterstattung rund um den Tod des TU-Professors Norbert Rehrmann hatte ich auch zu fotografieren. Zunächst musste ich tief in mein Bonner Archiv greifen, um zwei Bilder herauszukramen, die ich vor drei Jahren von ihm produzierte. Angesichts dieser Motive – zwei Porträts mit ihm vor seiner Wellblechhütten-Fakultät – versuchte ich mich zu erinnern, wie der Termin damals Ende 2007 mit ihm gewesen war. Leider habe ich gar nichts davon behalten. Meine leise Ahnung sagt mir: Es muss wohl nett und kurz gewesen sein.

Ich glaube, er hatte wenig Zeit und ich kommandierte ihn vor das Gebäude, damit ich schnell neutrale Porträts von ihm schießen konnte. Mehr weiß ich nicht mehr. Auf den Bildern schaut er jedenfalls sympathisch, professoral.

Für die Geschichte darum herum, musste jedenfalls noch eine andere Person abgelichtet werden, die zitiert wird und mit der Fakultät auch etwas zu tun hat. Robert Bleicke vom Fachschaftsrat war dann die einzige Person, die sich ablichten lassen wollte, natürlich im farblosen Wellblech-Gebäude des Romanisten-Instituts.

Da mir ja Farben wichtig sind, auch bei einem solch ernsten Thema, war ich froh, dass a) Robert ein blaues Shirt trug, dass b) im grauen Flur eine bunte Pinnwand hing, dass c) die Türen grün waren und dass d) zwei aparte Holzvitrinen aus vergangenen Jahrzehnten dastanden. So konnte ich ein Motiv mit durchgehender Farblichkeit schießen. Ich ließ mir nach Veröffentlichung sagen, dass manche Leute ihre eigentlich schäbige Fakultät gar nicht erkannt hatten, so sympathisch sei die Optik des Fotos geworden.
 
 
Entstehungsgeschichte zum Artikelfoto „Bewerbung mal anders” in der „ad rem”-Ausgabe 21.2010 vom 21. Juli, Seite 7

Zu diesem Bild gibt es nicht besonders viel zu sagen. Es entstand ja zudem in nicht besonders vielen Minuten. Und besonders viel will ich dazu auch nicht schreiben. Es galt, vier Personen abzulichten, die im Dresdner UFA-Kristallpalast ein Festival veranstalten werden. Das Ganze war nach sechs Minuten abgehakt. Nichts Besonderes also. Das wirklich Interessante aber geschah 170 Kilometer weiter nördlich, ungefähr vier Stunden zuvor und hätte beinahe das Zustandekommen dieses Motivs in Gefahr gebracht.

Nachdem ich mitten in Berlin mit einem bekannten Musiker für PR-Aufnahmen auf Dächern und Straßenkreuzungen unterwegs war, pausierten wir in Kreuzberg bei einem Straßencafé und stärkten uns mit Kaffee und Kuchen. Danach sollte es auf die ehemalige Landebahn vom Flughafen Tempelhof gehen. Dort angekommen, fiel es mir auf: ICH HATTE MEINE KAMERATASCHE STEHEN GELASSEN! Ja, ganz richtig gelesen: Ich ließ meine Equipmenttasche – in der sich wirklich alles Wichtige von mir befindet – auf meinem Nachbarstuhl des Straßencafés liegen. So etwas ist mir noch nie passiert.

Bange Minuten vergingen, bis wir im Eiltempo von Tempelhof nach Kreuzberg zurückrasten. Währenddessen ließ ich langwierig von der Telefonauskunft die Nummer des Cafés recherchieren. Nicht auszudenken, wenn die Tasche mit Geldbeutel, Objektiven, Kamera, iPod, allerhand Schlüsseln, Lakritzdrops und Vielem mehr fort wäre! Erst in Sichtweite des Cafés hatte ich eine Dame des Cafés am Apparat. Die Tasche sei neben ihr hinter der Theke in Sicherheit gebracht worden. Da stieg ich bereits aus dem Auto, sprang die Stufen hinauf, stand vor ihr und bekam meine unversehrte Tasche zurück. Welch’ ein Glück. Meine Lebensgrundlage, das Shooting auf dem Rollfeld und all die anderen vielen Termine waren gerettet. Hurra und Dankeschön!

 
 
Entstehungsgeschichte zum Artikelfoto „Von Käsedecken und Jalousienärger” in der „ad rem”-Ausgabe 20.2010 vom 14. Juli, Seite 3

Es gibt Leute, die im grellsten Nachmittagslicht Gebäude fotografieren. Zu denen zähle ich nicht. Zu hart die Schlagschatten. Zu wenig Atmosphäre. Zu groß der Aufwand, es doch sehenswert zu produzieren. Ich hätte das vorgesehene Gebäude jedoch von Außen ablichten müssen – was eben bei aller Liebe nicht funktionierte. Also ging ich mit Marie-Luise Tschirner kurzerhand in das Innere des Andreas-Schubert-Baus der TU Dresden, um ein vernünftiges Motiv zur Serie zu schießen, bei der ein Architekturpsychologe die Dresdner Universitäts-Gebäude analysiert.

Drinnen erwartete mich ein 50er-Jahre-Look, den ich ja ganz sympathisch finde. Dort im Treppenhaus war der ideale Ort für das Motiv. Auch das Licht war perfekt. Die Sonne schien nicht direkt herein, es war dennoch warm und hell genug. Nur das unaufgeräumte Sitzstuhlbanktisch-Ensemble im knalligen Rot störte mich sehr. Marie-Luise und ich räumten die zum Glück leicht verrückbaren Gerätschaften zur Seite und ließen den Zweiersitz stehen. Passend zum Gebäude hatte sie eine schöne Ledertasche dabei und trug ein grün gepunktetes Sommerkleid. Sie brauchte also lediglich ihre Tasche abstellen, nach meinen Anweisungen nach links oben, nach rechts oben und geradeaus schauen und fertig war das Motiv – auch ohne Gebäudeansicht ganz hervorragend und für die Story passend.

An jenem Tag war es übrigens solchermaßen heiß, dass ich im Halbestundentakt Wassereis am Stiel aß. Viele Male spazierte ich zwischen den Terminen im Verlag zur Eistruhe, um für 50 Cent mein Abkühlungsverlangen zu stillen. Wer mir nun zu Hochsommerzeiten eine Freude bereiten will, hat für mich immer ein Capri-Eis im Handgepäck.
 

Entstehungsgeschichte zum Artikelfoto „Dreizehn Jahre gesund gefiebert!” in der „ad rem”-Ausgabe 20.2010 vom 14. Juli, Seite 9

Oft kommt es ja unverhofft und eben keineswegs so wie ich es geplant hatte. Auch beim ersten Schaubudensommer-Fototermin dieses Jahres, den ich in Dresden vor zwei Wochen gleich für mehrere Redaktionen zu absolvieren hatte, kam es anders als gedacht.

Unter anderem war im Vorfeld klar, dass ein Künstler abgelichtet werden muss, der stellvertretend für alle auftretenden Künstler posieren sollte. Der Puppenspieler, der dafür vorgesehen war, befand sich zwar schon in der Stadt, hatte aber, so erzählte er mir am Telefon, seine Puppe in Berlin gelassen weil er interessanterweise der Meinung war, der Fototermin fände nicht statt.

Nun musste schleunigst vor Ort Ersatz gefunden werden. Schnell dachten die Redakteurin und ich an Annamateur, die Ur-Künstlerin des Schaubudensommers. Ich freute mich bereits auf ihr Erscheinen – sie wohnt ja quasi um die Ecke vom Schaubudengelände. Ich musste aber bei der schnell einberufenen Telefonkonferenz feststellen, dass sie schwer in Zeitnot war, da sie sich eigentlich kurz vor der Abreise nach Berlin befand. Nachdem ich mit ihr noch einmal allein sprach, sagte sie mir immerhin zu, mich zurückzurufen, weil sie vielleicht doch kurz vorbeikommen könne.

Es vergingen zehn Minuten. Es vergingen 30 Minuten. Es verging eine Stunde. Ich schrieb den Termin mit ihr ab und war ohnehin wieder anderweitig im Einsatz. Bis sie dann doch tatsächlich zurückrief. In einer Viertelstunde könne sie auf dem Schaubudengelände vorbeigeradelt kommen. Ich ließ also alles stehen, schaufelte mich von zwei anstehenden Terminen frei und düste zur Alaunstraße. Mit ihr zu arbeiten war natürlich gar nicht so, wie ich es dachte.

Einerseits hatte ich den Eindruck, dass sie meine ersten Anweisungen einigermaßen doof fand und andererseits legte sie schon los, bevor ich meine Regieanweisungen richtig anbringen konnte. Sie stellte sich auf eine herumstehende Waage, wollte aus einem der verschlossenen Wohnwagen herausschauen, kletterte kurzerhand das Bühnengerüst hinauf und nahm – immerhin nach einer meiner Anweisungen – Platz. Sie baumelte mit den Beinen, schaute leer in die Höhe und ich hatte, was ich brauchte.

Normalerweise ist an dieser Stelle Schluss mit einem Fototermin. Ein paar nette Abschiedsworte gibt’s und Informationen darüber, wann das Bild erscheinen wird. Meistens werden noch final die Visitenkarten getauscht. Dann allerdings geht jeder seiner Wege. Nicht so mit Annamateur.

Noch während sie herunterkletterte, kamen wir ins Gespräch über unsere Rolle als Eltern, über unser vieles dienstliches Reisen und so weiter. Kurzerhand lud sie mich dann noch auf eine Holunderlimonade ein, die wir im Schatten nett quatschend genossen. So verging eine ungeplant-sympathische Stunde. Dann nahm sie einen Zug später und ich turnte weiter von Termin zu Termin.


Entstehungsgeschichte zum Artikelfoto „Kurzurlaub mit guter Musik” in der „ad rem”-Ausgabe 19.2010 vom 07. Juli, Seite 10

Gar nicht mal so selten ist es ziemlich knifflig, einen Fototermin anständig zu absolvieren – auch weil im Vorfeld allerhand schief gehen kann. Da muss sich ja zunächst die reine Terminierung in meinen teilweise sehr komplizierten Einsatzplan passend einfügen. Wenn da die abzulichtende Person ausgerechnet immer dann keine Zeit hat, wenn ich Lücken im Plan habe, ist echte Planungskreativität gefragt. So kommt es öfter vor, dass ich die Damen und Herren genau dann abpasse, wenn sie gerade zwischen Besprechungen, kurz vor dem Urlaubsantritt oder beim Einkaufen fünf Minuten Zeit für mich haben.

Manchmal, wenn gar nichts geht, kommt am Ende sogar eine völlig  andere Person vor die Kamera. So war das mit Roman Schwarz, dem Mitveranstalter des „la pampa”-Festivals. Ursprünglich wurde mir von der zuständigen Autorin ein Kollege von Roman Schwarz für den Fototermin zugewiesen. Der jedoch keineswegs in den Städten zugegen sein konnte, in denen ich unterwegs war. Die Bebilderung zum Festival stand ernsthaft auf der Kippe.

Kurz vor Redaktionsschluss steckte mir aber rettenderweise die zweite stellvertretende „ad rem”-Chefredakteurin die Kontaktdaten von Roman Schwarz zu, der nicht nur auch Festival-Mitveranstalter ist, sondern zudem Schlagzeuger einer dort auftretenden Band ist und tatsächlich in Dresden ablichtbar zur Verfügung stehen konnte. Allerdings hatte er wenig bis gar keine Zeit, sodass ich auch mit ihm meine berühmten fünf Minuten zwischen Tür und Angel haben würde. Kurz bevor er nach Görlitz zum Festival losfuhr, konnte ich ihn bei sich zu Hause mitten in der Dresdner Neustadt mit „la-pampa”-Utensilien fotografieren, die noch in seinen Bus verladen werden mussten – was in der warmfärbenden Abendsonne hervorragend wirkte und das Thema letztlich passend illustrieren konnte.


Entstehungsgeschichte zum Artikelfoto Dosenravioli für die Italienanbeterin in der „ad rem”-Ausgabe 19.2010 vom 07. Juli, Seite 4

Es gibt Menschen, die unnötigerweise gleich zu Beginn eines Fototermins anmerken, sie seien schrecklich unfotogen. Ich hätte jedoch meinen Beruf verfehlt, wenn ich nicht alles und jeden anständig in Szene setzen könnte.

So sage ich immer, mit einem Höchstmaß an Überzeugung und Charmanz: „Unfotogenität ist nur Ergebnis eines schlechten Fotografen.“ Es gibt ja Menschen, die sich schlicht  an eine Wand lehnen und sofort gut dabei aussehen. Da muss ich nicht mehr viel machen. Es gibt aber eben auch jene Menschen, die sich schlicht an eine Wand lehnen und aufgrund ihrer Unsicherheit oder mangelnder Körperspannung schlecht dabei aussehen. Da müssen von mir klare Anweisungen gegeben werden, bis die Pose sitzt.

Bildwirksamkeit lässt sich also immer herstellen. Es gibt allerdings Menschen, die allen Ernstes einerseits behaupten, sie seien unfotogen, andererseits blendend aussehen und ebenso hervorragend posieren können. Professorin Marina Münkler vergangene Woche in der Dresdner Altstadt war wieder mal eine solche Person. Ich denke, das Foto spricht für sich und gegen ihre tiefstapelnden Worte, dass sie angeblich nicht besonders fotogen sei. Lange habe ich solch einen Unsinn nicht mehr zu hören bekommen.


Gastgeschichte von Toni Klemm

Entstehungsgeschichte des Fotos zum Artikel „Lasst uns doch spielen” in „ad rem” 18.2010 vom 30. Juni, Seite 5

Was treibt man im Freibad oder am Badeteich, wenn man nicht im Wasser planscht oder sich in der Sonne lümmelt? Den Hingucker für diesen Artikel zu liefern war meine Aufgabe, und es musste mal wieder schnell gehen, denn Diplomand Toni hatte den Termin vergessen und musste sich nun ranhalten. Zwei Tage also, um über Frisbee, Kubb und Co. etwas ansprechendes zu liefern. Zwei Tage, um das nötige Spielgerät, eine Location und ein paar Statisten aufzutreiben. Nichts leichter als das, für ein Universaltalent wie mich! Beim Film wäre ich Casting Director, Location Scout, Requisiteur, Maske, Regisseur – und natürlich Kameramann – in einem.

Die Requisiten: einfache Sache. Eine Rundmail, eine Doodle-Umfrage und eine Fahrradtour durch Dresden, und ich hatte die nötigen Spielsachen beisammen.

Die Location: schon kniffliger. Ein Freibad war ausgeschlossen, zu weit entfernt von meinem inoffiziellen Zweitwohnsitz Drepunct, zu zeitaufwendig. Also was Grünes nahe der Unibibo, aber bitte ohne Häuser, Straßen oder Autos im Hintergrund. Bestes Angebot war die kleine Wiese, halbseitig von Sträuchern und Bäumen umrahmt, hinter der Bereichsbibliothek Drepunct: grüne Kulisse, beste Nachmittagssonne im Rücken, keine Wolke am Himmel – bestes Freibadwetter eigentlich.

Die Statisten: hier war Überredungskunst gefragt – wieder mal. Ohne Action sähe das Bild langweilig und fade aus, und nach einigem Bitten und Betteln war auch dieses Problem kein Problem mehr.

Nun noch Termin machen, Spielgeräte zusammensammeln, Motiv stellen – „noch ein bisschen weiter links“, „nein, nicht so viel“, „den Drachen etwas höher“, „etwas mehr zu mir“, „lächeln“ – und vor den Augen verwunderter Studenten, die uns hinter der Glaswand zuschauten, schöne Fotos im Grünen machen. Herrlich.


Entstehungsgeschichte zu verschiedenen Fotos der aktuellen „ad rem”-Ausgabe 18.2010 vom 30. Juni

Heute mal ein kleiner Kritik-Exkurs – natürlich in eigener Sache, ist ja schließlich ein Blog hier. Oft laufen Fototermine parallel, vor oder nach den dazugehörigen Recherche- und Interviewterminen der Autoren. Als Fotograf für viele verschiedene Redaktionen habe ich dann vor Ort meistens auch schnell selber zu entscheiden, wie, was und wo abzulichten ist, ohne genau zu wissen, wann das Ganze genau erscheinen wird.

Manchmal, zum Glück sehr selten, kommt es dann zu überraschenden Überschneidungen, die leider weniger optimal sind. So geschehen beispielsweise in der aktuellen „ad rem“-Ausgabe. Bilder, die im Lauf einiger Wochen geschossen wurden, fanden zufällig gemeinsam ihren Weg in diese eine Ausgabe und entlarven auf genau zwei Seiten ganz hervorragend, mit welch scheinbarer Einfallslosigkeit die Bilder geschossen wurden: Vier von sechs Bildern zeigen Personen mit verschränkten Armen. Jeweils sind die sich gleichenden Motive damals natürlich bewusst so arrangiert worden – allerdings eben ohne das Wissen, dass sie einmal alle so nah beieinander veröffentlicht werden würden. Die äußerst nette Nuklerarwaffen-Bekämpferin wollte ich mit ihren Mistreitern ebenso klar und entschlossen posieren lassen, wie den freundlichen Studentenrat und die lachenden Clubbetreiber. Auch die Autorin in Schwarzweiß wünschte sich vor Wochen schon, in einer neuen, eben jener Haltung, zu posieren. Dass es übrigens überhaupt so oft die verschränkte Haltung gibt, liegt einfach daran, dass auf diese Weise die Arme bei Oberkörperaufnahmen generell gut „aufgeräumt“ sind – unabhängig von der zu transportierenden Entschlossenheit, Ablehnung oder Entspannung der Person. Und aufgrund der grundsätzlichen Zeitnot muss immer wieder mal das schnellste Standardposenprogramm  abgespult werden. Unterm Strich fällt so etwas ohnehin kaum jemandem auf. Außerdem gilt wie schon immer: Nichts ist älter als die Zeitung von gestern.


Entstehungsgeschichte zum Titelbild „Schonfrist für Unimitarbeiter” in „ad rem“ 17.2010 vom 23. Juni, Seite 1

Merkwürdig, wie manche Menschen unterwegs sind. Einerseits gehen sie für ihre Rechte auf die Straße, zeigen offensiv ihr Gesicht, bekennen sich mutig in aller Öffentlichkeit zu oder gegen etwas, kleiden sich womöglich noch weithin sichtbar auffällig, machen vielleicht noch per Trillerpfeife oder ähnlichem Gerät mächtig Radau, sträuben sich aber, für die Zeitung abgelichtet zu werden. Dabei ist es generell selten von Bedeutung, für welches Medium – was ja vielleicht noch durch Antipathien zu gewissen Verlaghäusern verständlich wäre.

Nein, pauschal ist oft zu hören: „Nee, ich möchte meinen Namen und mein Gesicht zu diesem Thema nicht in einer Zeitung sehen, ich möchte nicht so sehr in der Öffentlichkeit stehen.” Wunderbar schizophren, nicht wahr? Das lässt für mich eigentlich nur einen Schluss zu: Wer ernsthaft für eine Sache kämpft, dem ist jedes PR-Mittel recht, um sich Gehör zu verschaffen. Wer aber nicht wirklich hinter einer Sache steht und also offenkundig nur der Attitüde wegen, des Lärms wegen, der Aktion wegen auf die Straße geht, der hat natürlich in der Tat wenig Interesse daran, sich interviewen bzw. ablichten zu lassen. Ein klassisches Mitläuferproblem also.

Wie so oft war dieses Verhalten auch bei der Dresdner Demonstration am 16. Juni 2010 gegen die schwarz-gelbe Sparpolitik zu erleben. Bis die zuständigen Autoren und ich Leute finden konnten, die ihre Meinung offen weitertragen und sich ablichten lassen wollten, mussten wir viele, sehr viele Absagen in der oben genannten Form kassieren. Umso dankbarer war ich dann auch den drei Mädchen, die in Miss-Wahl-Tracht gekleidet, gerne mitmachten. Da ich jedoch kein großer Freund von Gruppenmotiven bin, lichtete ich eine von den Dreien noch einmal gesondert inmitten der protestierenden Massen ab. Sie also gab dem Protest gegen die geplanten Kürzungen, stellvertretend für alle Demonstranten und Mitläufer, ein fröhliches Gesicht.


Entstehungsgeschichte zum Foto für die Freiluftkinoseite in „ad rem“ 17.2010 vom 23. Juni, Seite 7

So laufen Foto-Terminlichkeiten vorbildlich: Das Thema „Freiluftkino in Dresdens Umgebung” stand auf dem Plan. Dass das Illustrationsmotiv jedoch etwas mit Leinwänden zu tun haben wird, schloss ich gleich mal aus. Zu offensichtlich, zu langweilig. Mit den zuständigen Redakteurinnen verständigte ich mich schnell auf ein Foto, das vielmehr den Reisecharakter in den Vordergrund stellt, ganz nach dem Motto „Pack das Popcorn ein, sattle den Koffer, halte die Getränke kalt es geht zur Kinorundreise”. Die Posier-Person wurde fix gefunden und auch um all den anderen Requisiten-Kram kümmerte sich die Kinoredaktion aufs vorbildlich Schnellste. Ich musste nur den geeigneten Ort für die Tramper-Szene überlegen (Straßenkreuzung vorm Dresdner Rathaus, ideal weil: viele Autos und viel grüne Umgebung), einen Abend-Termin (Dämmerungslicht war mir wichtig) vorgeben, an dem ich in der Stadt anwesend sein konnte und schon konnte alles über die Bühne gehen. Bei der raschen sowie gründlichen Vorbereitung war es natürlich wenig verwunderlich, dass auch das Popcorn frisch vom nahe gelegenen Kino zur Verfügung gestellt wurde. Alles flutschte also und ich hatte fix meine Motive im Kasten.

PS: Hinter meinem Rücken gab es, beobachtet und fotografiert von der zuständigen Kinoredakteurin, diverse Details, die ich euch zweieinhalb Lesern nicht vorenthalten will. Insbesondere müssen wohl die vorbeirauschenden Radfahrer am Fotogeschehen höchst interessiert gewesen sein. Und das immer nach demselben Schema: Zuerst der Blick auf das Model, dann auf das Schild, dann folgte wahlweise ein Grinsen oder ein Kopfschütteln. Scheinbar spielte wohl eine Radfahrerin kurz mit dem Gedanken, die junge Schein-Anhalterin mitzunehmen, nachdem sie hinter auf ihren Einkaufskorb schaute, offensichtlich grübelnd, Stirn runzelnd. Auch ich geriet mit meinem Körpereinsatz zum Gegenstand öffentlichen Interesses. Meine normale Fotografierhaltung, so ließ ich mir sagen, hätte etwas von einer ausgefallenen Sportart oder zumindest etwas von einer exzentrischen Aufwärm- und Dehnübung….

PPS.: Möchtest du auch mal Popcorn am Straßenrand naschen? Oder einfach so für eines der vielen „ad rem”-Illustrationsmotive posieren? Dann melde dich: leserpost@ad-rem.de


Entstehungsgeschichte zum Artikelbild „Nacht der Forschungsgeister“ in „ad rem“ 16.2010 vom 16. Juni, Seite 2

Eine alte, viel zu oft umgesetzte und gehörig abgedroschene Medienweisheit lautet ja: Tiere und Kinder gehen immer. Wenn einem also mal nichts mehr einfallen sollte, kann immer noch ein süßes Katzenbaby oder ein goldiges Kind vor die Kamera gezerrt werden, der Durchschnittsleser würde sich jedes Mal freuen. Angesichts des aktuellen Illustrationsmotivs zur Langen Nacht der Wissenschaften kann auch mir eine solche Dünnbrettbohrerei nachgesagt werden. Allerdings ist in meinem Fall das „Motiv Kind“ zwar in der Tat sehr simpel aber eben durchaus nett, wie ich finde.
Nachdem ich in den vergangenen Jahren alle möglichen und nahe liegenden Varianten zur Langen Nacht durchexerziert habe (Forscher unter der Bettdecke beim Laborieren, Forscher im Labor eingeschlafen, müder Forscher mit Streichhölzern die Augen offen haltend, etc.), wollte dieses Jahr gar keine Idee aufkommen. Zum Glück habe ich für diese Fälle einen sehr guten Freund, einer der besten „Think Tanks“, praktischerweise Pressesprecher eines forschenden Instituts in Dresden-Johannstadt und Urheber der alljährlichen Slogans zur Langen Nacht.

Diesmal wurde dieses Motto ausgerufen: „Forsch. Forscher. Am Forschen.“ Eine in ihrer Art völlig billige Wortspiel-Komparation, in ihrer Wirkung jedoch umso treffsicherer. Die erste Bild-Idee des Freundes war ebenso einfach, nur zu aufwändig (Bild 1: adrette Forscherin mit kurzem Rock, Bild 2: Nerd im weißen Kittel, Bild 3: Nerd im weißen Kittel schaut der adretten Forscherin unter den Rock). Die zweite Idee war noch simpler, gleichfalls schnell umzusetzen und zudem noch jugendfrei (kleiner Junge in viel zu großem Forscher-Outfit sitzt wie selbstverständlich im Labor). Die Aussage war klar: Zur Langen Nacht kann jeder in den Forscherkittel schlüpfen. Für das Motiv traf es sich natürlich ganz gut, dass der kleine Sohn des Wortspiel-Freundes zur Verfügung stehen konnte. Er saß dann in den viel zu großen Laborklamotten regelrecht wie ein Profi an der Laborbank, schaute ein wenig forsch, ein bisschen frech in die Kamera, sagte nach 5 Minuten, dass es ihm genügte, er müsse nun Fußball schauen gehen, ich hatte mein Motiv im Kasten und war zufrieden. Mal sehen, welch schlichte Idee mir in einem Jahr aus Johannstadt angeboten wird.


Entstehungsgeschichte zum Titelbild „Hochschulen droht Rotstifteskapade“ in „ad rem“ 16.2010 vom 16. Juni, Seite 1

Wenn es mal wieder schnell gehen muss, und das ist bei der „ad rem“ vorzugsweise immer der Fall, sind nicht nur gute, sondern auch fix
umsetzbare Ideen gefragt. So auch bei der Milliarden-Sparbeschluss-Titelstory, die Montagnachmittag noch unbebildert war. Ein Illustrationsmotiv musste her, welches einerseits gut die Milliardenkürzung umreißen kann, andererseits welches aber eben auch schnell und ohne Großaufwand geschossen werden kann. Der Gedanke, dass nach Geldkürzungen kaum noch etwas fürs Essen übrig bleiben wird, erschien am nachvollziehbarsten und besonders rasch umsetzbar.

Die Idee: Eine Person sitzt am Tisch. Vor ihr eine lächerlich karge Kost. Und was ist unschlagbar lächerlich? Genau: ein paar Erbsen. Das Bild war quasi im Kasten. Ich brauchte nur noch die stellvertretende Stellvertreter-Chefredakteurin in die Kantine bitten, schon hätte es losgehen können. Hätte. Die Rechnung wurde nicht mit der Verlagskantine gemacht. Nach einigem Hin und Her konnte der Küchenchef lediglich Linsen auftreiben. Erbsen jedoch nicht. Es mussten also Erbsen von irgendwo anders her. Ich hatte aber wenig Lust, mich darum zu kümmern. Musste ich letztlich ohnehin nicht. Denn so schnell konnten wir, die stellvertretende Stellvertreter-Chefredakteurin und ich, gar nicht in unseren Bürostühlen zurücksinken, so schnell sprang die Chefredakteurin persönlich raus in die brütende Hitze, schwang sich aufs Rad und kam nach 18 Minuten, trainiert wie sie ist, ohne ein einziges Schweißtröpfchen auf der Stirn mit einem Döschen feinster Erbsen sowie einer Schale köstlichster Erdbeeren zurück. So eine Einkaufs-Galerie in der Nähe hat doch ihre Vorteile. Nach dem dann nun aber wirklich zügigen Shooting hatten wir schließlich noch das perfekte Beerenlabsal. Was mit der Erbsendose geschah, nachdem ich ihr genau abgezählt acht Erbsen entnahm, weiß ich übrigens zur Stunde nicht.


Entstehungsgeschichte zum „ad pilam“-Titelbild

Zwei Leute schlurfen mit einem blütenweißen Fußball-Trikot über eine Wiese – das Trikot immer unter ihren Füßen. Dann walken sie es mit der typischen Wäschewaschenbewegung im Dreck. Drücken Gräser darauf aus. Halten es in die Höhe. Prüfen mit kritischer Miene. Und wiederholen diese Prozedur noch einige Male.

Diese Szenerie bot sich all jenen, die beim Dresdner Magazin Verlag ihr Büro zur Nordseite haben und mir bei der Produktion des Titelmotivs für den „ad pilam“-Fußballplaner zuschauen konnten. Was so destruktiv unsinnig aussah, war die wichtige Endphase der Vorbereitungen für das Shooting. Nachdem ich den Auftrag erhielt, mir innerhalb weniger Tage ein Bild für den Titel einfallen zu lassen, musste ich zunächst Zeit und die passende Person finden. Das ging zum Glück gut. Ich fand einen Tag, an dem ich tatsächlich vor Ort sein konnte, und verwarf die aufwendige Bildidee, die die Chefredaktion und ich anfänglich präferierten (vier junge, sympathische, freizeitergossene Fußballgucker vor einem alten Minifernseher auf einer Dachterrasse mit Blick über Dresden).

Das tatsächliche Motiv, simpel wie wirkungsvoll, war dann klar: junge Dame mit einem Ball in der Hand. Aber eben nicht wie aus dem Ei gepellt, sauber, mit Lippenstift und geschniegelt, sondern schmutzig, verschwitzt, mit Blessuren und dennoch adrett. Eine Optik also, die sich einem bietet, nachdem man einen ganzen Nachmittag lang auf dem Bolzplatz verbracht hat. Ein beschmutzbares Trikot besorgte die junge Dame von einem Freund und ich einen alten, abgewetzten Fußball von meinem sportaffinen „ad rem“-Ersatzmann. Bevor das Shooting beginnen konnte, musste nun also aufs Schnellste das Trikot verschmutzt werden, was sich wirklich schwieriger gestaltete als gedacht. Wir traten, wir drückten, wir schoben, und wir rupften, damit es wenigstens halbwegs dreckig wurde. Dann schminkten wir Blessuren sowie Anstrengungsröte, verhalfen den Haaren per Wasser aus einer Trinktasse zu anständiger Schwitznässe, verwuschelten die Haare und endlich konnte das Motiv geschossen werden. Ein wunderbares Hinguckerbild ist entstanden.

Alles gut, alle zufrieden. Merkwürdigerweise und vor allem nicht nachvollziehbarerweise gab es verlagsintern Stimmen, die allen Ernstes meinten, das Titelmodel sei „zu alt“. Zum Glück blieben und bleiben diese Stimmen weitgehend ungehört. „ad rem“ ist ja keine Zeitung für Neugeborene. Ob das Trikot übrigens je wieder sauber geworden ist, müsste ich mal nachfragen …

PS: Möchtest Du auch mal Blessuren geschminkt bekommen? Oder einfach so für eines der vielen „ad rem“-Illustrationsmotive posieren? Dann melde Dich: leserpost@ad-rem.de


Entstehungsgeschichte zum Artikelbild „Offen, aber ziemlich leer“ in „ad rem“ 15.2010 vom 9. Juni, Seite 2

Und es regnete wieder. Außentermine waren unmöglich und mussten dennoch sein. Das war einer jener Tage, an denen man von allen Seiten nass wurde. Ich kam also am „Open: Campus“-Zirkuszelt auf der weichgeregneten Wiese hinter dem TU-Hörsaalzentrum an, die Redaktions-Praktikantin wartete schon und mich erwartete ein anstrengendes Set. Für die Füße: matschiger Morast. Für die Augen: farblose Dunkelheit.

Da konnte ich wahrlich kein vernünftiges Motiv produzieren – erst recht keine ordentliche Foto-Illustration zu dem ganzen Zirkus dort. Es ergaben sich aber in der Viertelstunde, die ich maximal Zeit hatte, um das Bild im Kasten zu haben, völlig unerwartet drei nette Dinge. Einmal fand sich sofort die passende Person, die stellvertretend für die ganze Aktion posieren und zitiert werden konnte. Dann gab der Himmel doch tatsächlich kurz Pause. Und Gunda Jägeler, die abzulichtende Person hatte plötzlich einen kleinen Begleiter an ihrer Seite, ihren Hund Arak. „Na wunderbar“, sagte ich. „Dann können wir ja regelrecht Zirkusstimmung aufkommen lassen, jetzt, da wir noch das Zirkustier haben.“ Durch den Wiesenmorast ganz ans andere Ende des Geländes gingen wir, ohne von oben besudelt zu werden. Am richtigen Platz angekommen, mit dem richtigen Blickwinkel auf das Zirkuszelt, positionierten sich die beiden Zirkusbewohner und machten ihre Sache ganz bestens. Jeder schaute exakt in die jeweils andere Richtung. Sehr gut. Am Ende kam nun doch ein vernünftiges Illustrationsbild heraus – zudem innerhalb meines Zeitplans. Ich war zufrieden. Und so ging es weiter. Mit mir. Und dem Regen.


Entstehungsgeschichte zum Artikelfoto „Auf die Kisten, fertig, los!“ in „ad rem“ 14.2010 vom 2. Juni, Seite 10

Ich war gerade mal drei Stunden in der Stadt, ein Termin jagte den anderen, jede Redaktion wollte schnell zu ihren Bildern kommen und dann war es der letzte Tagestermin, mit Seifenkisten-Mann Michael Kramer, der zunächst nicht flutschte.

Mails und SMS kreuzten sich ja schon den ganzen Tag. Er war und blieb leider unabkömmlich und ich unter Redaktionsschluss-Druck, Montagabend ist definitiv Ende bei der „ad rem“-Redaktion.

In seinem Büro traf ich dann lediglich seinen Kollegen – ich hatte den erlösenden Terminvorschlag missverstanden. Michael würde nicht bis 20.40 Uhr im Büro anwesend sein, sondern gegen 20.40 Uhr beim Büro sein können. Ich hatte nun aber schon um 20.30 Uhr meinen Friseurtermin, private Termine dürfen ja auch mal sein. Als Michael dann anrief, waren meine Haare schon gewaschen und der Haarschutzkittelumhang mir auch schon umgeworfen worden.

Ich zitierte ihn direkt zum Friseur und zwei Minuten später stand ich dann mit Kamera, nassen Haaren und wehendem Haarschutzkittelumhang auf der Straße (natürlich sehr zum Amüsement aller Zeugen), ließ Seifenkisten-Mann posieren und saß wenige Minuten später wieder auf dem Friseurstuhl. Sehr zufrieden, mein Tageswerk gerade vollbracht zu haben.


Entstehungsgeschichte zum Artikelfoto „Kapitalismus bei den Eiern“ in „ad rem“ 14.2010 vom 2. Juni, Seite 11

Die zuständige Autorin meinte, ich solle Carola Unser in der Dresdner Neustadt-Kneipe Stilbruch ablichten. Ein Ding der Unmöglichkeit. Die Terminierung fiel äußerst schwer. Wer wie ich in ganz Deutschland ständig im Einsatz ist, hat es nicht leicht, jemanden wie Carola Unser, die ebenso ständig in ganz Deutschland unterwegs ist, vor die Kamera zu bekommen.

Carola und ich mailten zunächst unsere Zeitoptionen hin und her. Das brachte nichts – außer der Erkenntnis, dass sie immer dann fort ist, wenn ich da sein könnte und umgekehrt. So klopften wir auf der nächsten Stufe der Terminierung telefonisch den Zeitraum von einer Woche, Tag für Tag, nach einem Terminchen ab. Ergebnis: Mainz, Sonntagvormittag, 30. Mai, um 10 Uhr. Mainz war also die einzige Stadt, in der wir uns vor Redaktionsschluss gleichzeitig aufhalten konnten. Sie hatte dort zu tun und ich befand mich in Köln – also quasi in der Nähe.

Vor dem Mainzer Hauptbahnhof gibt es eine hübsch begrünte, mit Gründerzeithäusern umsäumte Straße – ein guter Ort für ein nettes Bild. Eine Minute bevor Carola um die Ecke bog, begann es zu regnen. Na klar. Also wieder, wie so oft an diesen Tagen, musste Unterschlupf gesucht werden. In einem Nebengang des Hauptbahnhofs ließ ich sie dann endlich schnell posieren. Nach zehn Minuten war alles fertig, wir unterhielten uns noch kurz und schon düsten wir beide in verschiedene Richtungen weiter.

Manchmal, zum
Glück sehr selten, kommt es dann zu überraschenden Überschneidungen, die
leider weniger optimal sind. So geschehen beispielsweise in der aktuellen
„ad rem“-Ausgabe. Bilder, die im Lauf einiger Wochen geschossen wurden,
fanden zufällig gemeinsam ihren Weg in diese eine Ausgabe und entlarven
auf genau zwei Seiten ganz hervorragend, mit welch scheinbarer
Einfallslosigkeit die Bilder geschossen wurden: Vier von sechs Bildern
zeigen Personen mit verschränkten Armen. Jeweils sind die sich gleichenden
Motive damals natürlich bewusst so arrangiert worden – allerdings eben
ohne das Wissen, dass sie einmal alle so nah beieinander veröffentlicht
werden würden. Die äußerst nette Nuklerarwaffen-Bekämpferin wollte ich mit
ihren Mistreitern ebenso klar und entschlossen posieren lassen, wie den
freundlichen Studentenrat und die lachenden Clubbetreiber. Auch die
Autorin in Schwarzweiß wünschte sich vor Wochen schon, in einer neuen,
eben jener Haltung, zu posieren. Dass es übrigens überhaupt so oft die
verschränkte Haltung gibt, liegt einfach daran, dass auf diese Weise die
Arme bei Oberkörperaufnahmen generell gut „aufgeräumt“ sind – unabhängig
von der zu transportierenden Entschlossenheit, Ablehnung oder Entspannung
der Person. Und aufgrund der grundsätzlichen Zeitnot muss immer wieder mal
das schnellste Standardposenprogramm  abgespult werden. Unterm Strich
fällt so etwas ohnehin kaum jemandem auf. Außerdem gilt wie schon immer:
Nichts ist älter als die Zeitung von gestern.

25 Antworten to “Die Geschichten hinter den Bildern”

  1. Amac Sagt:

    Ja, Nicole, die kommen doch immer nachts und leeren alles, was nicht festgezurrt ist. Ists dir denn heute eigentlich aufgefallen? Das neue Archivsystem ist verblüffend effizient und sinnvoll. Musste nochmal kommen.

  2. Nicole Sagt:

    Ooooooch, Verlagsmüllmänner sind mir dort doch tatsächlich in meiner langjährigen Tätigkeit dort noch nie über den Weg gelaufen. Verflixt! Stelle mir die lustig vor! Hat sowas von Heinzelmännchen, irgendwie … ;-)

  3. Amac Sagt:

    Hehehe. Ja, ich würde sagen, ihr seid echte Fans. Wahre Fans. Danke, danke!


  4. Deinem Hinweis wollen wir gerne nachkommen…
    Sind wir jetzt echte Fans?

    Gruß aus einer Dresdner Eventagentur

  5. Amac Sagt:

    Ja, ich bin nun gaaaaanz zufrieden mit meiner Unzufriedenheit.

  6. Nicole Sagt:

    Recht hat er! ;-)

  7. Amac Sagt:

    Ach, wie gütig. Zu gütig, Herr Kühn! Das ist eine schöne Motivation. Dankeschön. Ich blicke also unzufreden gespannt auf die weiteren bunten Fotoeinsätze mit dir und deinem Keiderschrank.

  8. Christian Sagt:

    „UNZUFRIEDENHEIT mit sich selbst bildet ein Grundelement jedes echten Talents“

    … sagte mal Herr Tschechow! In diesem Sinne sollteste wohl stolz sein auf den ewig nörgelnden Fotografenblick. Bis jetzt haste mich jedenfalls noch nicht aus der Reichweite Deiner Kameravergraulen können! Tut mir leid:) Somit wühle ich weiterhin gern in meinem Kleiderschrank die buntesten Teile hervor, damit sie sich auch die nächsten 1756male in das farbliche Feuerwerk auf deinen Fotos einbetten!;)

  9. Amac Sagt:

    Ja, das musste halt auch mal gesagt werden, Nicole. Diese Rubrik gäbs ja hier gar nicht, wenn ich nicht ständig die Illusion vom perfekten Bild hinterfragen und zurechtrücken würde. Aber dennoch: Herzlichsten Dank.

  10. Nicole Sagt:

    Auch auf die Gefahr hin, dass … : das „ad libitum“-Foto ist ganz zauberhaft (mein persoenliches Lieblingsadjektiv derzeit). Und das schlechte Wetter sieht kein Mensch! (…wenn Dus uns nun nicht verraten haettest, mensch, Herr Fotograf .. tzzz…zerstoert sich selbst die Illusion im Bilde…) :)

  11. Christine Sagt:

    Ist das Interview von Nina, die du mit verschränkten Armen fotografiert hast, auch online?

    1. Amac Sagt:

      Ja, die Story ist natürlich auch online: http://blog.ad-rem.de/2010/07/01/die-kamera-als-waffe/#more-2709

      Und wenn du sie kennst: Liebe Grüße an Fräulein Salzer!

  12. David Möwenpick Sagt:

    Hat mir gut gefallen!

  13. Amac Sagt:

    Ja, in dem Fall strahlen in der Tat alle Zacken gut gelaunt in die Kamera. Nett.

  14. Nicole Sagt:

    Schön. Der Demobericht hat die Sache prima getroffen!!! Leider haut es manchem im Angesicht der Kamera tatsächlich einen Zacken aus der Krone. Zum Glück nicht der Titeldame! :)

  15. Amac Sagt:

    @Nicole: Äh, ja. Mist. Jetzt hats jeder mitgelesen. Und du weißt ja: Das Netz vergisst nichts. Umso schneller müssen wir nun Foto-Mit-Läufer finden, die unsere ganz großartige Idee mit großem Engagement umsetzen. Ich freu mich ja schon auf die Motive, die dann von mir gemacht werden. Ich beim Nasepopeln, ich beim Schlafen im Zug, ich beim Kuchenessen, und und und – irrwitzig spannende Motive eben…

  16. Amac Sagt:

    @Marlene: Ja, Flutschen ist natürlich oberstes Prinzip. Und zwar flott, schnell, fix, rasch, zack-zack.

  17. Nicole Sagt:

    Die Schattenreporter! Das wäre doch was! Naja und Personal müsste sich in der Unendlichkeit der Journalismus-Anwärter doch auftreiben lassen?!!! So ein Schattendasein ist ja schließlich auch ne gute Übung für so manche heiße Story später mal – ich meine: immer schön dranbleiben.

    Oder aber wir begründen bei „ad rem“ auf diese Weise eine völlig neue Art des Journalismus! Uppps, psssst, das dürfen wir ja hier so öffentlich noch gar nicht posaunen!

  18. Amac Sagt:

    @Nicole: Ja, das wäre doch eine ganz köstliche Idee. Dann würde die eigentliche NAchricht auch endlich nicht mehr so relevant sein. Nur, es müsste sich ein verlässlicher „Schatten“ für mich auftreiben lassen, der mir auf Schritt und Tritt mit seiner Knipse folgt. Und der wiederum bräuchte ja auch noch einen „Schatten“, der dann ihn beschattet. Kannst du da mal Personal auftreiben?

  19. Marlene Sagt:

    Hach, wie herzerfrischend. Und wie schön, wenn alles mal flutscht…

  20. Nicole Sagt:

    Die Idee mit dem Dokumentationsfotografen fänd ich jetzt nicht so schlecht! So könnte man denn die Rubrik noch mehr perfektionieren – oder aber ins unendliche fortsetzen – der Hintergrundbericht zum Hintergrundbericht zum Hintergrundbericht… usw. … Am Ende könnten die Leser 1x pro Woche raten, welcher Endhintergrundbericht zu welcher „adrem“ Story gehört – und dabei nützliche Dinge abstauben :)

  21. Amac Sagt:

    Hahaha. Köstlich. Sag ich ja. Zumal: Es ist keine Theorie, blanker Redaktionsalltag allerorten.

  22. Antje Sagt:

    Zu der Theorie von Kindern und Tieren bei der Geschichte zum Foto der Langen Nacht der Wissenschaften: Bei der BRN-Galerie ist der Dackel das bislang häufigst angeklickte Foto. Theorie bestätigt. :P

  23. Amac Sagt:

    Hehe. Dieses Bild hätten sich so manche schon gewünscht. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich künftig noch von einem Dokumentationsfotografen begleitet werden muss…

  24. Kalle Sagt:

    Huhu, das wäre doch einmal ein wirklich tolles Bild…Herrn Fotografen mit wehendem Haar, nein Umhang!

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