Vereinte Nationen zur Fußball-WM 2010

Das Fußballfieber greift wieder um sich. Statistiken werden aufgestellt, Strategien ausgeklügelt, Favoriten erkoren … Doch wer wird die Nase zur WM vorn haben? Nur eines steht fest: Der Ball muss ins Eckige. Bis zum Finale versüßt Euch „ad rem“ nun wöchentlich im Printformat und noch viel öfter hier im Blog die Wartezeit bis zu den Spielen.

Zu den Hymnen aller teilnehmender Länder der Fußball-WM 2010 der Männer

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Titel geholt

Frauen sind Weltmeister

Von Antje Meier

Was den Männern vor wenigen Wochen nicht vergönnt war, gelang nun den U20-Frauen am vergangenen Sonntag (1.8., Anpfiff 15 Uhr). Sie holten den WM-Titel im eigenen Land.

In einer beispiellosen Erfolgsserie bezwang die Elf zunächst Costa Rica, Kolumbien und Frankreich in den Gruppenspielen und setzte sich als einzige Mannschaft der WM mit drei Siegen an die Spitze der Gruppe A.

Ihr nächster Gegner war Nordkorea im Viertelfinale, die sie ebenfalls mit 2:0 besiegten, um im Halbfinale gegen Südkorea anzutreten und ein fulminantes 5:1 heraus zu spielen. Der Finalgegner hieß schließlich Nigeria. Ein verdientes 2:0 setzte schließlich das Sahnehäubchen auf die WM-Leistung dieser deutschen U20-Mannschaft – 21 Tore und nur fünf Gegentreffer sprechen dabei eine deutliche Sprache.

Die deutsche Frauen-U20-Mannschaft ist Weltmeister und hoffentlich ein hoffnungsvoller Fingerzeig Richtung Frauen-WM 2011 in Deutschland. Auftakt ist das erste deutsche Spiel am 26.6.2011 in Berlin. Auch das Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion wird neben Berlin, Frankfurt, Mönchengladbach, Sinsheim, Wolfsburg, Augsburg, Bochum und Leverkusen Austragungsort der Spiele sein.
 
 

Behaken, Treten, Foulspiel – die WM in Südafrika ist zu Ende

Von Antje Meier

Ein spannendes Spiel versprach die Finalpartie Spanien gegen Niederlande. Doch was beide Mannschaften boten, war höchstens Bolzplatzreif. Kein Glanz, kein Gloria, dafür Harakiri und Kung Fu. Fast hätte man Wetten abschließen können, wer wen als nächstes auf den Rasen tritt.

Erst mit der 116. Minute, also der zweiten Halbzeit der Verlängerung, erlöste der Spanier Andrés Iniesta die Zuschauer von diesem Grauen und schoss das 1:0 für Spanien. Mit schön anzusehendem Fußballspiel hatte das ganze aber nichts zu tun, wenn Nigel De Jong mit einem festen Tritt Xabi Alonso auf die Brust trifft und ihn damit zu Boden befördert. Für diese Aktion hätte der Niederländer bereits in der 28. Minute rot sehen müssen, bekam schließlich aber nur gelb.

Nicht nur, dass in diesem Finalspiel so viele gelbe Karten (sieben gelbe Karten plus gelb-rot für die Niederlande, fünf gelbe Karten für Spanien) wie noch nie in einer Endpartie vergeben wurden, auch war Spanien überhaupt das erste Mal in einem WM-Finale und heimste sich den begehrten WM-Titel gleich im ersten Anlauf ein – mit nur acht Toren in sieben Spielen (zum Vergleich: Deutschland schoss doppelt so viele Tore). Außerdem gewann mit Spanien zum ersten Mal eine Mannschaft, die ihr erstes Spiel verloren hatte – man erinnere sich, gegen die Schweiz! Damit ist Spanien nun nicht mehr nur Europa-, sondern auch Weltmeister. Zuletzt gelang das uns Deutschen 1972/1974.

Die Niederlande war nun zum dritten Mal in einem WM-Finale und konnte bislang keinen Titel holen – auch wenn sie es wirklich mit allen Mitteln versuchte. Die Freude über den zweiten Platz hielt sich dementsprechend in Grenzen.

Mit diesem eher unschönen und absolut unspektakulären Spiel hat die WM in Südafrika schließlich ihr Ende gefunden. Doch auch für die Deutschen gibt es noch ein versöhnliches Sahnehäubchen auf dem dritten Platz. Thomas Müller wurde Torschützenkönig der WM mit fünf Treffern und drei vorbereiteten Toren und erhielt dafür den „Goldenen Schuh“. Außerdem wurde er zum besten Junior-Spieler der WM gewählt. Wenn das kein perfekter Abschluss ist.

Ach ja, normalerweise ist ja nach der WM vor der EM. Doch diesmal schließt sich fast nahtlos die U20-Frauen-WM an, die am 13. Juli beginnt und am 01. August endet. Neben Bochum, Bielefeld und Augsburg wird auch das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden Austragungsort sein, ebenso wie zur Frauen-WM 2011 (26.06.-17.07.2011).
 
 
U20-Frauen-WM.
 
Gruppe A:

13.07.2010 (11:30 Uhr), Bochum, Deutschland – Costa Rica
13.07.2010 (14:30 Uhr), Bochum, Kolumbien – Frankreich
16.07.2010 (15:00 Uhr), Bochum, Deutschland – Kolumbien
16.07.2010 (18:00 Uhr), Bochum, Costa Rica – Frankreich
20.07.2010 (11:30 Uhr), Augsburg, Frankreich – Deutschland
20.07.2010 (11:30 Uhr), Dresden, Costa Rica – Kolumbien

Gruppe B:

13.07.2010 (11:30 Uhr), Bielefeld, Brasilien – Nordkorea
13.07.2010 (14:30 Uhr), Bielefeld, Schweden – Neuseeland
16.07.2010 (15:00 Uhr), Bielefeld, Brasilien – Schweden
16.07.2010 (18:00 Uhr), Bielefeld, Nordkorea – Neuseeland
20.07.2010 (14:30 Uhr), Dresden, Neuseeland – Brasilien
20.07.2010 (14:30 Uhr), Augsburg, Nordkorea – Schweden

Gruppe C:

14.07.2010 (11:30 Uhr), Augsburg, England – Nigeria
14.07.2010 (14:30 Uhr), Augsburg, Mexiko – Japan
17.07.2010 (15:00 Uhr), Augsburg, England – Mexiko
17.07.2010 (18:00 Uhr), Augsburg, Nigeria – Japan
21.07.2010 (15:00 Uhr), Bielefeld, Japan – England
21.07.2010 (15:00 Uhr), Bochum, Nigeria – Mexiko

Gruppe D:

14.07.2010 (15:00 Uhr), Dresden, USA – Ghana
14.07.2010 (18:00 Uhr), Dresden, Schweiz – Südkorea
17.07.2010 (15:00 Uhr), Dresden, USA – Schweiz
17.07.2010 (18:00 Uhr), Dresden, Ghana – Südkorea

21.07.2010 (18:00 Uhr), Bielefeld, Südkorea – USA
21.07.2010 (18:00 Uhr), Bochum, Ghana – Schweiz

Viertelfinale

24.07.2010 (11:30 Uhr), Bielefeld, Sieger Gr. B – Zweiter Gr. A
24.07.2010 (18:00 Uhr), Bochum, Sieger Gr. A – Zweiter Gr. B
25.07.2010 (11:30 Uhr), Augsburg, Sieger Gr. D – Zweiter Gr. C
25.07.2010 (18:30 Uhr), Dresden, Sieger Gr. C – Zweiter Gr. D

Halbfinale

29.07.2010 (15:30 Uhr), Bochum, Sieger VF I – Sieger VF IV
29.07.2010 (18:30 Uhr), Bielefeld, Sieger VF II – Sieger VF III

Spiel um Platz 3

01.08.2010 (12:00 Uhr), Bielefeld, Verlierer HF I – Verlierer HF II

Finale

01.08.2010 (15:00 Uhr), Bielefeld, Sieger HF I – Sieger HF II
 
 

Gelungener Abschluss

Deutschland macht den Deckel drauf

Von Antje Meier

Dies war das letzte Spiel der Deutschen bei dieser WM. 20.30 Uhr begann der Kampf um Platz drei, mit einer etwas veränderten Elf (Hans Jörg Butt im Tor, Bastian Schweinsteiger als Kapitän, Marcell Jansen und Dennis Aogo von Beginn an dabei), aber frischen Mutes.

Der Gegner in diesem Match: Uruguay. Eine Mannschaft, die als Außenseiter startete, aber im Laufe der WM immer stärker wurde und es bis ins Halbfinale schaffte, wo ihnen die Niederlande einen Strich durch die Rechnung machte.

Die erste schöne Szene ergab sich in der 19. Minute. Der im Halbfinale gesperrte Thomas Müller schoss das 1:0 für Deutschland und erzielte damit sein fünftes WM-Tor.

Doch wie so oft war auch Uruguay schnell zur Stelle, um diesen Rückstand auszugleichen. In der 28. Minute schießt Edinson Cavani das Tor zum 1:1, das bis zur Halbzeitpause Bestand haben sollte.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit ging das Spiel weiter, wie es angefangen und auch aufgehört hatte: Wechselhaft bis sonnig. In der 51. Minute ist Hans Jörg Butt, der in dieser Partie für Manuel Neuer im Kasten stand, chancenlos. Diego Forlan schießt das 2:1 für Uruguay.

Fünf Minuten später gelingt Jerome Boateng eine großartige Flanke vor das Tor von Uruguay und Marcell Jansen kann diese hervorragende Vorlage verwandeln. Ausgleich!

Bis zur 82. Minute erspielen sich beide Seiten gute Chancen vor dem gegnerischen Tor, aber keiner Mannschaft gelingt der Führungstreffer, bis schließlich Semi Khedira in besagter Minute den Ball ins Eckige und Deutschland zum Sieg köpft. Deutschland gewinnt mit 3:2 und ist damit Dritter der WM 2010. Ein gelungener Abschluss mit einer großartige Leistung der deutschen Spieler.

So dürfte die deutsche Mannschaft einen bleibenden Eindruck bei ihren Fans hinterlassen haben. Denn das Spiel der Deutschen bei dieser WM war geprägt von tollen Spielzügen, Spielfreude und Kampfgeist – frisch und mit viel Esprit. Dass es unsere Elf nicht bis ins Finale geschafft hat, ist dabei eher nebensächlich und auch die zahlreichen Patzer verzeihlich.

Nun bleibt nur noch abzuwarten, wer im morgigen (11.7./20.30 Uhr) Finale die Oberhand behält und die WM gewinnt: Niederlande oder Spanien?

 

 

Tragik in Durban

Das Aus für Deutschland

Von Antje Meier

So sieht Verzweiflung aus.

In der 73. Minute schießt Carles Puyol Deutschland aus der WM. Wie schon in der EM 2008 endet der Weg zum Ziel in Spanien.

Wie verwandelt spielte die deutsche Elf gegen Spanien auf. Unruhig, ungenau und scheinbar müde schlichen sie über das Spielfeld. Spanien hatte zu viele Chancen. Fast ist es überraschend, dass Spanien „nur“ 1:0 gewinnt.

Erst als Deutschland im Rückstand war, spielten sie wieder voller Kampfkraft – ganz wie gegen Argentinien. Doch 20 verbleibende Minuten reichten zum Ausgleich nicht aus. Nun bleibt nur noch das Spiel gegen Uruguay am Sonnabend. Vielleicht werden wir wenigstens wieder mal Dritte. Dann darf auch Thomas Müller wieder mitspielen. War er die fehlende Kraft oder war Spanien einfach stärker?!

Als Fazit bliebt: Deutschland hat sich in dieser WM gut geschlagen und seinen Fans sehenswerte Spiele geliefert – mit 13 Toren in sechs Spielen. Das „Sommermärchen“ war wieder zu spüren.

 

 

Halbfinale voraus

Deutschland deklassiert die Gauchos und steht im Halbfinale

Von Antje Meier

16 Uhr schlug die Stunde zu einer Sensation. Deutschland schoss den zum Weltmeister favorisierten Gegner Argentinien aus der WM – mit einer Glanzleistung von 4:0 und deklassiert damit die südamerikanische Mannschaft.

Was schien das für ein Brocken zu sein? Unschlagbar? Die Deutschen bewiesen: Nein, die Argentinier sind zu schaffen. Mit einer geschlossen guten Leistung der Deutschen. Starker Angriff, starke Abwehr. Heute flutschte alles.

Eine starke deutsche Mannschaft präsentierte sich heute auf dem Feld. Bereits in der dritten Minute schossen Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller im Schulterschluss das 1:0. Auch die folgenden Tore gelangen in Gemeinschaftsarbeit. Das 2:0 fiel nach der Halbzeitpause in der 67. Minute durch Miroslav Klose. In der 74 Minute kämpfet sich Schweinsteiger durch die argentinische Abwehr und Arne Friedrich schloss diesen Angriff perfekt ab und erhöhte auf 3:0. In der 89. Minute, kurz vor Schluss, holte Klose zu seinem zweiten Treffer in diesem Spiel aus und setzte noch einen drauf – 4:0.

Am 7. Juli, 20.30 Uhr, geht es nun gegen Spanien, die heute abend gegen Paraguay 1:0 gewannen – auch wenn die FIFA-Seite bereits Argentinien ins Halbfinale geschickt hatte (Stand: 18 Uhr, inzwischen geändert).Leider wird Thomas Müller im Halbfinale nicht mitspielen. Wegen einer gelben Karte wegen angeblichen Handspiels (eine gleiche Aktion eines argentinischen Spielers wurde nicht mit gelb geahndet) ist er für das Halbfinale gesperrt. Dann eben wieder im Finale! Olé!

 

 

Die Alternative für Fan-Fest-Feinde

Gut geplant ist halb gespielt: Der perfekte Fußballabend zu Hause

Von Louisa Pagel

Es soll sie ja noch geben, die Fußballfans, die nicht das Bedürfnis haben, sich zwei Stunden vor Anpfiff einen Platz im Biergarten zu sichern.

Solche Fans schauen einfach auf die heimische Mattscheibe und genießen das Spiel mit genauso viel Enthusiasmus, denn auch in den eigenen vier Wänden lässt sich dem WMKult stilecht frönen.

Seit 2006 ist das, was auf Vereinsebene schon lange Gang und Gäbe ist, auch für den Nationalstolz möglich und sowohl das Wohnzimmer als auch der Fan kann von oben bis unten in schwarzrotgold getaucht werden. Von der Serviette über (Aschen-)Becher und Geschirr bis zum Toilettenpapier ist alles möglich. Am besten lädt man sich dazu seinen fußballbegeisterten Freundeskreis ein und tischt ordnungsgemäß auf. Das heißt, je nach Intensität des eigenen Aberglaubens, gemeinsam Rezepte aus dem Land des Gegners kochen oder, gemäß dem Nationalstolz, klassisch Bratwurst grillen. Die Häppchen lassen sich stilvoll mit Flaggenpikern dekorieren und die große Deutschlandflagge wird zur Tischdecke umfunktioniert.

Zu Hause muss einem nicht mal das Abziehtattoo peinlich sein und jeder darf nach Herzenslust ausgelassen über den Schiri schimpfen und Fangesänge grölen, ohne sich vor fremden, entnervten Blicken fürchten zu müssen. Um die Halbzeit zu überbrücken kann jeder, der weder einen Kickertisch noch Tip-Kick-Spiel besitzt, seine Mitjubler zu einer stilechten und nicht minder sportlichen Partie Fußball-Phrasen-Bingo herausfordern.

Und wenn die Deutschen dann gewonnen haben, lässt sich der Sieges-Autokorso leicht vor der eigenen Haustür starten.

Zu Hause jubeln hat also einiges für sich. Einzig auf herzhaft kunstvolles Vuvuzela-Geblase sollte in der studentischen Mietwohnung wohl verzichtet werden.

Zum Foto: Egal in welchen Farben: Hauptsache, der heimische Fußball-Abend ist stilecht dekoriert

Foto: Amac Garbe

 

 

Wenn die Welt stillsteht

Wenn die anderen Fußball schauen

Von Louisa Pagel

Der Ball rollt! Die Nation hängt vor dem Fernseher oder ist sogar nach Südafrika gereist, um Prinz Poldi und Co. ordnungsgemäß anzufeuern. Aber was tun, wenn man gar kein Fußballfan ist und sich so gar nicht dafür begeistern kann?

Man kann die 90 Minuten prima und sinnvoll nutzen. Grundsätzlich gilt: All das erledigen, was sonst mit Massenansammlungen von Menschen oder dem Anstehen in ellenlangen Schlangen verbunden ist. Es könnte sich lohnen, das Besorgen von Briefmarken und Verschicken von Paketen auf einen Spieltag unserer Nationalmannschaft zu verlegen. Auch der Supermarkt erwartet einen vermutlich mit gähnender Leere.

Handelt es sich um ein Samstagsspiel der deutschen Elf, lohnt sich ein Ausflug in die Innenstadt in Geschäfte, die sonst an diesem Wochentag undurchdringbar sind. Ebenso sind Anrufe bei Servicehotlines an solchen Tagen weniger nervenaufreibend und kürzer. Außerdem sind die Kinosäle bei den Abendvorstellungen nur noch halb so voll.

Ansonsten einfach Biergärten und Fernseher meiden und lieber den leergefegten Elberadweg genießen.

Zur Kari: Auch alte Veteranen haben mal keinen Bock mehr auf WM.

Kari: Norbert Scholz

 

 

Bingo!

Phrasen-Bingo zur Fußball-WM 2010 gegen öde Vorlesungen

Bingoregeln: Fernseher, Radio, Live-Stream anschalten oder wahlweise auf die Leinwand schauen, genau auf Moderator und Publikum achten und jedes Mal, wenn eine Phrase fällt, diese auf dem Spielschein abstreichen. Gewonnen hat, wer zuerst alle Felder abgestrichen hat.

Noch mehr Phrasen-Bingo-Spielscheine gibt es hier zum Herunterladen und Ausschneiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Klasse für sich

Toooor – Deutschland verpasst England eine herbe Niederlage

Von Antje Meier

Was war das für eine Achtelfinalspartie. Deutschland hatte seine Form wieder. Die Mannschaft spielte versiert und angriffsfreudig und wurde dafür mit einem 4:1-Sieg belohnt. Damit steht die deutsche Elf im Viertelfinale und trifft dort auf Argentinien.

Die erste Halbzeit war Spannung pur! In der 20. Minute meldete sich Miroslav Klose nach seiner gelb-rot-Sperrung im Spiel gegen Serbien fulminant zurück und schoss das 1:0, obwohl er vom englischen Gegenspieler Matt Upson behakt und geschoben wurde.

In der 30. Minute hatte das deutsche Trio Khedira, Müller und Klose eine riesen Torchance. Doch leider verhinderte der englische Torwart David James das 2:0, das Lukas Podolski aber zwei Minuten später nachlegte – dank einer Traumvorlage von Thomas Müller auf Podolski.

In der 38. Minute setzte England zum großen Gegenangriff an. Wie aus dem Nichts erzielte Matt Upson den Anschlusstreffer zum 2:1 und beinah fällt auch noch das zweite Tor für England – doch Deutschland hatte Glück und das Tor wurde nicht gegeben.

Mit der zweiten Halbzeit kamen die Deutschen defensiver aus der Pause und die Engländer gingen in die Offensive. Viele gefährliche Torchancen konnten dank Manuel Neuer verhindert werden und Arne Friedrich glänzte in der Abwehr.

Aus einem schnellen Konter heraus erzielte Thomas Müller schließlich in der 67. Minute das 3:1. Auch Mesut Özil ergriff die Gelegenheit und brachte den Ball in einem schnellen Gegenangriff aus der deutschen Hälfte bis vor das englische Tor und gab im richtigen Moment an Müller ab, der den Ball in der 70. Minute ins Tor verfrachtet. Englands Keeper James hatte keine Chance.

Mit dieser Glanzleistung hat sich die deutsche Mannschaft verdient für das Viertelfinale qualifiziert und hat nun bis zum 3. Juli (16 Uhr) Zeit, sich wieder zu erholen.

 

 

Spannender Achtelfinalauftakt

Erste Verlängerung in dieser WM

Von Antje Meier

Die ersten beiden Achtelfinalspiele versprechen endlich eine spannende und spielerisch hochwertige WM.

Am heutigen Sonnabend bot uns die Partie Uruguay gegen Südkorea einen spannenden Nachmittag (26.6./16 Uhr). Zielgenaue Pässe, großartiges Ballgefühl und ein faires Spiel auf beiden Seiten zeichnete diese Begenung aus. Schließlich schoss Luis Suarez (8. und 80. Minute) Uruguay ins Viertelfinale und ließ Südkorea, trotz des Ausgleichstreffers durch Lee Chung-Yong in der 68. Minute, als traurigen, aber durchaus kämpferischen, Verlierer zurück.

Im Abendspiel (26.6./20.30 Uhr) zwischen USA und Ghana kam es nach einem 1:1 (Kevin Prince Boateng 5. Minute; Landon Donovan 63. Minute) zur ersten Verlängerung dieser WM, die zweimal 15 Minuten dauerte und Ghana direkt mit Beginn durch ein Tor von Asamoah Gyan dem Viertelfinale näher brachte. In der zweiten Hälfte der Verlängerung war die Parole für Ghana: Zeit schinden. Dem konnten die ausgepowerten Amerikaner nichts mehr entgegen setzen– auch nicht als der amerikanische Torwart Tim Howard selbst noch voll Siegeswillen mit vor das ghanaische Tor ging. Damit sorgt Ghana für eine kleine Sensation und steht als zweiter Viertelfinalskandidat fest und muss am 02.07. (20.30 Uhr) gegen Uruguay ran.

 

 

Auf ins Achtelfinale!

Nur wer gewinnt, kommt jetzt noch weiter

Von Antje Meier

Was für eine WM: Viele Favoriten standen in den Vorrundenspielen schon auf der gefährdeten Liste. Nun konnten sich die meisten aber doch noch qualifizieren und das Trauerspiel der letzten zwei Wochen hat damit ein Ende, so dass uns ab jetzt eine bunte und hoffentlich stärkere WM erwartet. Aber trotzdem noch einmal kurz zurück geblickt.

Was war das für ein Auftakt: Genervte Zuschauer, genervte Spieler und genervte Fernsehsender. Schuld daran war eine kleine Tröte, die sogenannte Vuvuzela, die wohl zum häufigst benutzten Wort der WM werden wird – und gleichzeitig auch zum Un-Wort. Inzwischen hat man sich daran gewöhnt, aber was sind das diesmal für außerirdische Spiele? Bestes Beispiel: Frankreich. Was ist wohl in die einst so starke Mannschaft gefahren? Fehlt der Spielführer Zidane? Gibt es wiedermal eine Revolution? Auch der noch amtierende Weltmeister Italien bekleckerte sich nicht gerade mit Ruhm und musste vorzeitig die Heimfahrt antreten.

Spanien hingegen kratzte nach dem vermasselten Einstiegsspiel gegen die Schweiz noch gekonnt die Kurve. Brasilien spielte sich mit einer stabilen, aber nicht gerade glänzenden Performance ins Achtelfinale – wo ist deren Leichtigkeit geblieben?

Auch unsere deutsche Elf hatte sich den Einzug ins Achtelfinale sicher leichter vorgestellt. Legten sie einen glänzenden Start gegen Australien hin, wendete sich das Blatt mit dem Spiel gegen Serbien. Auch gegen Ghana wollte der Ball nicht so recht ins Eckige. Doch Deutschland ist durch und reiht sich damit in eine Liste starker Fußballnationen ein, die sich noch etwa zwei Wochen lang messen werden, um den einen Pokal in Händen halten zu dürfen.

Wir drücken unserer Elf natürlich die Daumen!

Foto 1: Amac Garbe

Übersicht der kommenden Spiele:

26.6./16 Uhr: Uruguay – Südkorea

26.6./20.30 Uhr: USA – Ghana

27.6./16 Uhr: Deutschland – England

27.6./20.30 Uhr: Argentinien – Mexiko

28.6./16 Uhr: Niederlande – Slowakei

28.6./20.30 Uhr: Brasilien – Chile

29.6./16 Uhr: Paraguay – Japan

29.6./20.30 Uhr: Spanien – Portugal

 

 

Mehr Glück als…

Deutschland schlittert ins Achtelfinale

Von Antje Meier

Uruguay und Mexiko in der Gruppe A, Argentinien und Südkorea in der Gruppe B sowie USA und England in der Gruppe C haben es bereits geschafft: Mit dem recht mäßigen Spiel gegen Ghana hat sich nun auch Deutschland qualifiziert.

Was für eine ereignislose erste Halbzeit wartete auf die Zuschauer vor dem heimischen Fernsehen und beim Public Viewing. Wie schon im Spiel gegen Serbien waren die Deutschen auch in dieser Partie zu defensiv und ballunsicher, was Ghana immer häufiger vor das deutsche Tor trieb. Glücklicherweise konnte Manuel Neuer oft im Schulterschluss mit Philipp Lahm den deutschen Kasten leer halten. Bis zur Halbzeitpause rettete die deutsche Elf das 0:0 mehr schlecht als recht.

Auch mit Beginn der zweiten Halbzeit konnten die Deutschen ihr Spielniveau nicht steigern und waren eigentlich die unterlegene Mannschaft auf dem Spielfeld. Doch mit viel Glück gelang Mesut Özil in der 60. Minute das entscheidende Tor für Deutschland. Damit ist Deutschland als Gruppenerster mit 6 Punkten im Achtelfinale und sieht sich am Sonntag, (27.6./16 Uhr), dem „alten″ Rivalen England gegenüber. Ghana ist ebenfalls mit 4 Punkten weiter und spielt am Sonnabend (26.6./20.30 Uhr) gegen die USA.

Serbien und Australien spielten 2:1 (69. Cahill/73. Holman; 84. Tosic), schaffen es aber nicht ins Achtelfinale.

 

 

Mit Ratschen und Tröten

Der ultimative Fanartikeltest zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010

Von Norbert Scholz

Heute (23.6.) kommt es drauf an. Deutschland muss gewinnen, um ins Achtelfinale der WM einzuziehen. Dazu gilt es unsere Elf mächtig anzufeuern – ob vor dem heimischen Fernseher oder beim Public Viewing. Hier findet Ihr die besten Wege, Eurer Fußballleidenschaft Ausdruck zu verleihen.

Weil dies hier ein studentisches Druckerzeugnis ist und sich vor allem an eine allzeit klamme, aber nichtsdestotrotz WM-fiebrige Leserschaft wendet, haben wir von „ad rem“ nur vom Billigsten genommen, um zu testen!

Vier Artikel, die JEDER eingefleischte „Public Viewer“ im Biergarten braucht und die bei keinem „Secret Viewer“ im Gorbitzer Wohnsilo fehlen darf, werden auf ihre Fähigkeiten und Gesundheitsgefährdung geprüft: Zum ersten natürlich die Tröte, die in diesem Jahr aber ganz modern „Vuvuzela“ heißt und auch erst zur Weltmeisterschaft zum Trommelfellkiller Nummer eins gewählt wurde. Dazu kommen: das Signalhorn – ganz umweltbewusst natürlich mit Handdruckbetrieb, die Ratsche und ganz liebevoll von asiatischer Kinderhand zusammengebastelt: die Klatschklapper.

Werbegeschenke wie Flagge, Schminke, T-Shirts und alberne Hüte werden als „schon zu Hause gebunkert“ vorausgesetzt. Oder wahlweise durch das Trinken von zehn Kästen Bier oder Benebeln mit fünf Dosen Deo etxra in Besitz gebracht.

 

 

Klatschklapper

Anwendung: leicht

Signalwirkung: mittel bis schwach, nur ein paar Meter

Nervfaktor: mittel

Kosten: etwa ein Euro

 

 

 

 

Ratsche

Anwendung: sehr leicht, kräftigt den Oberarm bei kontinuierlicher Drehbewegung

Signalwirkung: mittel, knapp 100 m bei gutem Wind

Nervfaktor: mittel, dauerhafte Anwendung kann diesen Faktor aber erhöhen

Kosten: etwa ein Euro

 

 

Signalhorn

Anwendung: mittelschwer, es ist die Koordination zweier Hände erforderlich

Signalwirkung: sehr hoch, mehrere hundert Meter

Nervfaktor: sehr hoch, Backpfeifen drohen schon nach kurzem Gebrauch

Kosten: 2,99 Euro

 

 

 

Tröte (Vuvuzela)

Anwendung: mittelschwer, nur reinpusten bringt nichts, befragt bitte befreundete (kleine) Trompeter nach der Lippentechnik

Signalwirkung: sehr hoch, wenn nicht gerade ein Düsenjet in 50 m Entfernung vorbeifliegt – der ist nämlich genauso laut

Nervfaktor: schon hoch, aber nicht sehr hoch, weil die Vuvuzela eben gerade „voll angesagt“ ist.

Kosten: 1,50 Euro

Fazit: Ohne Tröte bist Du nichts! Für Technikfans und Truckerfreunde ist das Signalhorn ideal. Die Ratsche könnt Ihr einem Kind schenken, dessen Eltern Ihr nicht leiden könnt. Die Klatschklapper ist relativer Mist. Gröhlen, selber klatschen und versiertes Pfeifen machen da viel mehr her. Zum Schluss der Spartipp vom Chef: Kauft Eure Fanartikel antizyklisch. Denn nach der Weltmeisterschaft ist vor der Europameisterschaft!

Zum Foto: Drum teste, wer sich für die Weltmeisterwochen binde: Fanartikeltester Norbert Scholz in Aktion.

Foto: Amac Garbe

Karis: Norbert Scholz

 

 

Wer wird Weltmeister?

Die Geheimtipps Eurer Professoren und Dozenten

Umfrage: Antje Schöne

Die Fußball-WM kocht über. Wieder werden Wetten abgeschlossen und Analysen verkündet. Doch was denken eigentlich Eure Professoren und Dozenten an den unterschiedlichen Hochschulen in Dresden? Wer gewinnt ihrer Meinung nach die Weltmeisterschaft? „ad rem“ fragte nach und trug ihre Tipps zusammen.

 

 

Portugal

Holger Brandes, Professor für Psychologie und frühkindliche Bildung, Evangelische Hochschule Dresden

Im Fußball sind Prognosen immer so eine Sache, aber für mich sind die Portugiesen trotz ihrer etwas verkorksten Qualifikation der (Geheim-)Tipp Nummer eins! Sie hätten es auch verdient, endlich mal etwas zu gewinnen. Und dann sind da immer noch die Brasilianer, die aber im Moment schwer einzuschätzen sind.

 

 

 

Argentinien

Eva Stahlheber, Dozentin für Sprachpraxis am Institut für Anglistik und Amerikanistik, TU Dresden.

Meiner Einschätzung nach könnte Argentinien mit dem weltstärksten Stürmer Lionel Messi und anderen international hervorragenden Spielern die WM gewinnen. England mit Rooney, Lampard, Terry, Cole & Crouch ist ebenfalls ein Spitzenkader, wird nach meinem Dafürhalten Zweiter. Leider ist Jogi Löw auch nicht mehr das, was er war: Deutschland kommt höchstens ins Viertelfinale.

 

 

 

Argentinien

Prof. Dr. Jürgen Müller, Professor am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte, TU Dresden

Mein Tipp ist Argentinien. Zweiter Brasilien. Dritter Frankreich. Deutschland scheitert im Viertelfinale. Jogi Löws Zusammenarbeit mit dem DFB wird nach der WM nicht fortgesetzt. Neuer Trainer wird Matthias Sammer, und Manuel Neuer wird sich im Tor durchsetzen.

 

 

 

 

 

Spanien

Anke Glasow, Prorektorin für künstlerische Praxis, Palucca Schule Dresden

Mein Tipp ist: Im Finale spielt Spanien gegen England, es gewinnt Spanien. Das Spiel um Platz drei wird zwischen Deutschland und Italien ausgemacht und es gewinnt Italien.

 

 

 

Fotos: Amac Garbe

 

 

 

Spiel der Kuriositäten

Deutschland verliert sein zweites Gruppenspiel

Von Antje Meier

Pünktlich 13.30 Uhr erfolgte in Port Elizabeth der Anstoß zur Partie zwischen Deutschland und Serbien.

Anders als im Spiel gegen Australien kamen die Deutschen nicht richtig ins Spiel. Es war ein körperbetontes Spiel und es hagelte gelbe Karten: Vier auf Seiten der serbischen Mannschaft (Aleksandar Kolarov, Branislav Ivanovic, Neven Subotic und Nemanja Vidic) und fünf gelbe Karten für die Deutschen (Sami Khedira, Phillip Lahm, Bastian Schweinsteiger, zweimal Miroslav Klose).

Mit der gelb-roten Karte für Klose in der 37. Minute spielte die deutsche Elf ab sofort in Unterzahl und kassierte bereits eine Minute später ein Tor durch Milan Jovanovic. In der Nachspielzeit hatte Deutschland die bis dahin beste Torchance, konnte den Ausgleich aber nicht erzielen.

Nach der Halbzeit kam die deutsche Mannschaft trotz eines fehlenden Spielers stärker auf das Feld zurück und setzte Serbien zunächst massiv unter Druck. Die guten Torchancen konnten jedoch nicht in ein Tor verwandelt werden.

Für ein Handspiel im Strafraum durch Nemanja Vidic bekam Deutschland einen Elfmeter. Doch Lukas Podolski zeigte Nerven und verschenkte den Ausgleich. Nach diesem Schock ließ sich die deutsche Mannschaft wieder zurück in ihre Hälfte fallen. Serbien machte hinten dicht und spielte auf Zeit, so dass die Deutschen den Ball nur noch selten vor das gegnerische Tor tragen konnten und es am Ende bei dem 1:0 für Serbien blieb.

Um ins Achtelfinale einzuziehen, muss Deutschland das Spiel gegen Ghana am kommenden Mittwoch gewinnen, sonst wird es knapp.

 

 

Achtelfinale ohne Südafrika?

Herber Rückschlag für den Gastgeber

Von Antje Meier

Nach dem 1:1 gegen Mexiko und dem Unentschieden zwischen Uruguay und Frankreich war für den Gastgeber Südafrika beim heutigen Spiel (16.6.) gegen Urugay in Pretoria noch alles offen. Doch bereits mit dem Tor durch Diego Forlan in der 24. Minute für Uruguay schienen die Chancen zu schwinden ins Achtelfinale einzuziehen. Als dann auch noch Torwart Itumeleng Khune wegen eines Fouls im Strafraum in der 76. Minute rot sah, dafür Uruguay Elfmeter erhielt und wiederum Forlan diesen auch sicher verwandelte, war alles vorbei.

Das dritte Tor in der Nachspielzeit durch Alvaro Pereira war schließlich der passende Abschluss für ein durchwachsenes Spiel, in dem Südafrika eindeutig die schwächere Mannschaft war.

Südafrika verliert mit 3:0 gegen Uruguay und muss nun bibbern, um in der eigenen Weltmeisterschaft überhaupt noch weiterkommen zu können. Ein Sieg am 22. Juni gegen Frankreich ist dann ein Muss – und bestenfalls mit einem guten Torverhältnis zugunsten des Gastgebers – sonst war’s das für Südafrika.

 

 

Fehlermeldung in WM-Live-Streams

Bei der Übertragung der Weltmeisterschaftsspiele per Live-Stream hakt es an allen Ecken und Enden

Von Antje Schöne

Es könnte alles so schön sein: Zur Weltmeisterschaft 2010 bieten die deutschen WM-Übertragenden ARD, ZDF und RTL das Ballsport-Großereignis auch im Internet an. Mittels Live-Stream soll es möglich sein, die wichtigsten Partien auch am Rechner zu verfolgen, wenn der Zugriff auf einen Fernseher nicht möglich ist. Sogar einige Spiele in HD-Auflösung soll es zu sehen geben – modernen Übertragungsverfahren sei Dank.

Allerdings zeigten die ersten Tage WM, dass die Technik nicht wirklich stabil funktioniert. Beim Spiel Deutschland gegen Australien gelangte man aufgrund überlasteter Leitungen kaum auf den Server. Offensichtlich hatten die Macher nicht mit diesem Ansturm gerechnet oder schlicht nicht genügend Bandbreite und Server-Power.

Wer aus Frust ins Ausland ausweichen will, hat leider auch wenig Erfolg. Dabei greifen nämlich die so genannten Geosperren, die auf die Herkunft der Internet-Adresse schielen – aufgebaut aus dem simplen Grund, dass die FIFA ihre WM-Rechte scheibchenweise pro Land veräußert hat – wegen höheren Einnahmen natürlich. Mittels dieser Geosperren werden Live-Streams nur inländischen Besuchern angeboten. Ergebnis ist die Fehlermeldung „Dieses Angebot ist in Ihrer Region leider nicht verfügbar“.

Bleibt zu hoffen, dass die Sender aus den aktuellen Problemen lernen und im Laufe des Turniers noch besser werden. Denn Live-Streams sind super – wenn sie funktionieren.

Zur Kari: Dann doch lieber unbehelligt Live-Streams schauen.

Kari: Norbert Scholz

 

 

Spitzenstart für Deutschland in die WM

Deutschland gewinnt mit 4:0 sein erstes Gruppenspiel gegen Australien

Von Antje Meier

Nachdem die Australier überraschend offensiv starteten und ihre erste Torchance durch Philipp Lahm vereitelt wurde, folgten bei der deutschen Mannschaft verschreckte, defensive Minuten.

Erst durch eine Torchance auf Seiten der Deutschen durch Miroslav Klose kam der Ball endlich ins Rollen und landete durch Lukas Podolski in der achten Minute im Tor der Australier.

In der 26. Minute konnte Mark Schwarzer, der Torwart vom australischen Team, nichts gegen Kloses Kopfballstärke ausrichten. Es fällt das zweite und vorerst letzte Tor bis zur zweiten Halbzeit für Deutschland.

Ergebnis der ersten Halbzeit: Zwei Tore auf deutscher Seite, eine gelbe Karte für den etwas übermotivierten Jungspund Mesut Özil für eine schlechte Flugeinlage sowie eine gelbe Karte für den australischen Abwehrspieler Craig Moore wegen Reklamierens.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit ist die deutsche Mannschaft wieder in die defensive Position gerückt. Erst nach 13 Minuten Spielzeit werden die Deutschen wieder aktiver und spielen sich schöne Torchancen heraus, die sie aber immer wieder vergeben. Dabei sind vor allem Miroslav Klose und Thomas Müller die agierenden Spieler. Letzterer versenkt dann doch noch in der 68. Minute den Ball im australischen Tor und vergrößert damit den Abstand auf 3:0, nachdem zuvor in der 55. Minute der Australier Tim Cahill die rote Karte wegen Fouls an Bastian Schweinsteiger erhielt und den Platz verlassen musste. Damit standen nur noch zehn australische Spieler auf dem Feld.

In Unterzahl auf australischer Seite entwickelte sich das Spiel zum Schützenfest für Deutschland, als auch noch der gerade eingewechselte Spieler Cacau in der 70. Minute das 4:0 schießt.

Mit drei Minuten Nachspielzeit ging das Spiel Deutschland gegen Australien in Durban mit 4:0 für Deutschland zu Ende. Damit ist Deutschland vorerst Gruppenerster in der Gruppe D.

 

 

Vuvuzela-Streit

Kommt die Vuvuzela bald auf die rote Liste der bedrohten Fanartikel?

Von Antje Meier

Pünktlich zum Anstoß 20.30 Uhr, wenn unsere Jungs ihr erstes WM-Spiel 2010 antreten, werden sie wieder zu hören sein: Die Vuvuzelas. Seit Freitag (11.6.) dröhnt der monotone Lärm dieser Plastiktröten urch die Stadien in Südafrika und dringt durch die Fernsehapparate auch zu uns.

Im Vorfeld der WM verteidigte FIFA-Präsident Joseph Blatter die Vuvuzelas. Sie seien ein Kulturgut Afrikas und werden damit auch ein Bestandteil der WM sein. Nun beschweren sich Fußballer, Zuschauer und Fernsehanstalten, ob des ohrenbetäubenden Lärms. Und dies scheinbar nicht zu Unrecht.  Denn eine Vuvuzela kann eine Lautstärke bis zu 127 Dezibel erreichen. Ein paar Vergleichswerte herangenommen: Ein Rasenmäher hat 85 Dezibel, eine Kreissäge 110 Dezibel und ein Düsenflugzeug 130 Dezibel. Kein Wunder also, dass in Südafrika Hörstöpsel das wohl begehrteste Accesoire der Stadionbesucher zu sein scheint– neben den Vuvuzelas. Denn Apotheken und Drogerien  in WM-Orten vermelden hohe Verkaufszahlen dieser kleinen Ruhepole.

Geht es den Zuschauern auf den Rängen ans Trommelfell und den Zuschauern vor dem Fernseher auf den Nerv, sei bei den Spielern auf dem Feld gar die Konzentration betroffen. Zumindest Patrice Evra, Kapitän der französischen Mannschaft, hat damit eine passende Ausrede für das Versagen seiner Mannschaft im zweiten WM-Spiel am Freitag gegen Uruguay gefunden. Nachtigall, ich hör dir trapsen!

Schließt die FIFA ein Verbot der Vuvuzelas inziwschen nicht mehr gänzlich aus, ist ein solches jedoch nicht zu erwarten, solange die Tröten nicht reihenweise auf dem Rasen landen. Bleibt uns zu Hause an den Fernsehern nur: Ton aus und selbst jubeln, wenn unsere Mannschaft hoffentlich ihre Konzentration gegen Australien behält. Auf die Kommentare kann man meist eh verzichten.

Zum Foto: Wer wird gewinnen: Altmodisch Jubeln versus Vuvuzela-Chor?

Foto: Amac Garbe

 

 

Und wie jubelst Du?

„ad rem“-Gewinnspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft

Jubel, Trubel, Weltmeisterschaft! Zusammen mit dem „Public Viewing hinter dem Dresdner TU-Hörsaalzentrum“ belohnt „ad rem“ ab jetzt jede Woche Euer bestes Jubelfoto mit einem Kasten Feldschlösschen!

Schick Dein Bild bis zum Sonntag (13.6.) an: leserpost@ad-rem.de

Die eingeschickten Bilder werden hier auf dem Blog veröffentlicht. Ihr wählt das beste Bild aus und serviert dem Gewinnerfoto damit einen Ehrenplatz in der Printausgabe. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

 

 

Jetzt geht’s los!

Editorial in „ad  pilam“

Von Nadine Faust

Ran an den Ball! Ran an den Fernseher! Die Fußball-WM der Männer beginnt heute. Die muss zwar ohne unseren Vorzeige-Ballack stattfinden, aber ein Spot eines französischen Kosmetikherstellers zauberte zumindest noch kurz nach seiner Verletzung im Werbekosmos eine heile Welt. In der flog der gebürtige Görlitzer mit heilen Bändern nach Johannesburg. Nun müssen wir ohne ihn auskommen. Die Torhüterfrage ist schon seit dem Freitod Robert Enkes ungeklärt, zuletzt fiel auch noch René Adler aus. Starke Spielführer wie Torsten Frings fehlen (vermutlich) wegen persönlichen Nickligkeiten eines Herrn Löw. Stattdessen haben wir einen Jerome Boateng im Kader, dessen Bruder und Ballack-Niederstrecker Kevin-Prince allerdings für Ghana antritt. Verrückte Fußballwelt!

Doch das Verrückte, der Ausnahmezustand macht diese Wochen aus. Mit glänzenden Augen denkt man da an eine Dresdner Wundtstraße, die 2006 im Fahnenmeer versank. Nicht nur Schwarz-Rot-Gold, auch französische oder brasilianische Flaggen schmückten nicht nur die sanierten Fassaden der Studentenwohnheime. Ein Freudentaumel auf den Straßen. Dieses Nationalgefühl gilt es, in die Gegenwart zu transportieren. Denn wenn wir gewinnen, sind wir Weltmeister, ansonsten ist es auch nur ein Spiel.

 

 

Heute gewinnt Südafrika!

Per Twitter zum Fußballweltmeister: Chemnitzer und Braunschweiger Informatiker orakeln

Von Marleen Hollenbach

Kurz vor dem Start der Fußball- Weltmeisterschaft am 11. Juni in Südafrika stehen die Tore schon fest, zumindest laut Statistik.

Südafrika gewinnt gegen Mexiko mit 2,66:2,05. Was befremdlich klingt, ist die momentane Auswertung der Ergebnisstatistik mit Hilfe von Twitter. Unter dem Namen „Ballgezwitscher“ verbirgt sich ein Team von jungen Wirtschaftsinformatikern und Studenten aus Braunschweig und Chemnitz, die das Interesse zum World Wide Web und zum Sport vereint.

Sie gehen davon aus, dass vor den WM- Spielen viele Twitter-Teilnehmer Kurznachrichten, Tweets genannt, zum jeweiligen Endstand senden. Diese werten sie anschließend aus und bilden daraus Statistiken. So lassen sich Tendenzen und Durchschnittswerte leicht ablesen.

Damit die Twitter-Tipps unverfälscht in die Statistik eingehen können, werden nur Werte genommen, die vor dem Spielanpfiff gesendet wurden. Die Gründer von „Ballgezwitscher“ hoffen, dass „die Weisheit der Massen auch beim Tippen von Fußballergebnissen funktioniert.“

Ob Deutschland aber nun Weltmeister wird oder nicht, das können uns die Statistiken momentan noch nicht verraten. „Wir erwarten die Vorhersageergebnisse erst direkt vor den Spielen, da die Twitter-Welt sehr kurzfristig ist“, verrät Mitbegründer Martin Böhringer, Wirtschaftsinformatiker von der TU Chemnitz. Also ist ein Blick auf das aktuelle Fußballspiel wohl doch verlässlicher, als ein Blick in die Kristallkugel. Wer es dennoch nicht erwarten kann, um den Sieg zu wissen, sollte am Ball bleiben und dem Gezwitscher folgen.

Netzinfos: www.ballgezwitscher.de

Zur Karikatur: Zwitschern, treten, siegen …

Karikatur: Norbert Scholz

Anm. der Red.: Inzwischen hat sich das Ballgezwitscher geändert:  Es geht nun 1.17 : 1.5 für Mexiko aus. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

 

 

ad pilam

Der „ad  rem“-Spieleplaner zur Vorbereitung auf die WM, der „ad rem″ 15.2010 vom 9. Juni beigelegt:

„Ran an den Ball!“ ruft „ad rem“ und verkürzt Euch mit dem Spielplaner „ad  pilam“ die Wartezeit bis zum fulminanten Finale der Fußballweltmeisterschaft. Der Kleine schmiegt sich sportlich in jede Hosentasche und behält für Euch in den kommenden vier Wochen den Überblick über sämtliche WM-Spiele.

Zu ergattern als Extra in der aktuellen „ad rem“ und natürlich hier als  Download: ad pilam

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