Theater


„Kopenhagen“ in der bühne und dem Projekttheater

Von Katrin Mädler

Ist ein Wissenschaftler schuld, wenn seine Erfindung zum Schaden der Menschheit verwendet wird?

Das Stück „Kopenhagen“ zeigt eindrucksvoll, wie leicht Experten in Kriegszeiten zum Spielball der Politik werden können. Niels Bohr (Christian Hoppe) und Werner Heisenberg (Johannes Wissmann) gehörten zu den besten theoretischen Physikern ihrer Zeit. (weiterlesen…)

Bruno Schulz: „Die Zimtläden“ am GHT Zittau

Von Nicole Laube

Das Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau (GHT) würdigt den polnischen Avantgardisten Bruno Schulz (1892-1942) mit einer neuen Dramatisierung (Claudia Philipp und Carsten Knödler) seines Romans „Die Zimtläden“ (1933).

In dichten poetischen Sprachbildern erzählt dieser von einer Kaufmannsfamilie vor dem Ruin. (weiterlesen…)

Von Liebe, Tod und Freikarten

„Willst du schon gehn? Der Tag ist ja noch fern./Es war die Nachtigall und nicht die Lerche/Die eben jetzt dein banges Ohr durchdrang.“ So spricht Julia zu ihrem Geliebten Romeo in Shakespeares’ unsterblicher Tragödie. Doch das Süßholzraspeln nützt nichts – wir alle kennen das traurige Ende der Geschichte um das wohl berühmteste Liebespaar der Bühnengeschichte. Das Scheitern zweier Liebender in einer unversöhnlichen, gewalttätigen Umwelt lässt sich auch hervorragend modern inszenieren, wie Regisseur Simon Solberg in seiner Interpretation des klassischen Stoffes zeigt. Statt zwei verfeindeten Familien sind es zwei Firmen, die ihre Sprösslinge in den Untergang treiben, ohne dem Text der Vorlage untreu zu werden. (weiterlesen…)

Dudelsack mit Dissonanzen

Jaromír Weinbergers Volksoper am Sonntag am Theater Görlitz

Von Tamina Zaeske

„Schwanda, der Dudelsackpfeifer“ war im letzten Jahrhundert ein Welterfolg. Nach der Görlitzer Inszenierung von Klaus Arauner fragt man sich, warum eigentlich.

Schwanda (Kai Günther) ist das Märchen-Äquivalent zum heutigen Rockstar. Als bester Dudelsackspieler des ganzen Landes liegt ihm die Damenwelt zu Füßen. (weiterlesen…)

20. Dezember

Schwarzer Vogel, roter Himmel? Die Verwandlung? Singende Handtaschen? Hornissenzeit? Wie Ihr das alles erleben könnt?

Das 20. Türchen verrät es Euch! (20. Türchen, öffne Dich!) 

Anspruchsvolles Weihnachtsmärchen

„Die Weihnachtsgeschichte“ und „NachTspiel“ zum Studententheatertag (14.12.) im Theater Zittau

Von Jan Lange

Am Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau hat das Weihnachtsmärchen eine lange Tradition. In diesem Jahr haben sich die Theatermacher eine der bekanntesten Weihnachtserzählungen überhaupt vorgenommen: Charles Dickens „Die Weihnachtsgeschichte – A Christmas Carol“ in der Regie von Tom Quaas.

Die Zittauer schlagen damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. (weiterlesen…)

Studentische Schauspieler der Dresdner „bühne“ laden zum „Improsandkasten“

Von Susanne Magister

Beim Improvisationstheater ist jeder Abend anders, jede Szene eine individuelle und einzigartige Herausforderung.

Beim Stegreiftheater müssen die Schauspieler improvisieren – es gibt keinen Text, an dem sie sich entlanghangeln, keine aufwendige Bühnen- oder Kostümgestaltung, hinter der sie sich verstecken können. (weiterlesen…)

Hürdenlauf mit kleinen Patzern

Éric-Emmanuel Schmitts „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ am Zittauer Theater

Von Jan Lange

Es ist wie beim Hürdenlauf: Die erste Hürde muss der Läufer perfekt nehmen. Stolpert er hier schon, ist der gesamte Lauf dahin. Bei einem Ein-Mann-Stück ist das nicht anders. Mit seinen ersten Worten muss der Schauspieler das Publikum fesseln. David Thomas Pawlak gelingt dies in „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“. Mit elf habe er ein Schwein geschlachtet und sei zu den Nutten gegangen, erzählt er den Zuschauer. Das lässt aufhorchen. Die Spannung ist da – aber bleibt nicht bis zum Ende. (weiterlesen…)

Bestes Boulevardtheater

Am Zittauer Theater sorgt Peter Shaffers „Komödie im Dunkeln“ für urkomische Verwicklungen

Von Jan Lange

Schon der Anfang ist ungewöhnlich. Auf der Bühne, die noch im Dunkeln liegt, tragen zwei Personen Möbelstücke herein. Dass es sich um zwei Schauspieler handelt, ist von den ersten Reihen aus zu erkennen. Muss das Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau wegen seiner finanziellen Nöte bereits seine Bühnenbildner einsparen und die Darsteller deren Aufgaben übernehmen? Oder muss am Licht gespart werden? (weiterlesen…)

Prinzilein, wo bist du?

Andreas Mihans „Homburg: Apocalypse“ heute und morgen an der „bühne“ der TU Dresden

Von Anne Gerber

Für Lesemuffel gleich vorweg: Man muss den originalen „Homburg“ nicht kennen für diese Inszenierung. Ihn nicht gelesen zu haben, macht allerdings auch nicht viel klüger.

Kleists Prinz Friedrich von Homburg ist nicht nur ein fähiger Heerführer, er hat auch eine kuriose Angewohnheit: Er schlafwandelt. (weiterlesen…)

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