Einmal im Monat fleischfrei
Seit dem vergangenen Semester gibt es jeden zweiten Mittwoch einen vegetarischen Tag in der Neuen Mensa Dresden. Heute ist es wieder soweit. Doch das Experiment ist auf acht Versuche begrenzt.
Heute (9.11.) ist Veggie-Tag. Und damit wieder die Gelegenheit, abwechslungsreiche und gesunde Gerichte zu probieren. In Anlehnung an die Kampagne des Vegetarierbundes, derartige Tage deutschlandweit zu etablieren, haben sich die Neue Mensa Dresden und die Studenteninitiative „mensa universale“ zusammengetan. Die versuchsweise monatlich stattfindenden Veggie-Tage sollen Alternativen zu Fleischgerichten bieten und auf die bestehenden ökologischen und ethischen Probleme hinter der Nahrungsmittelproduktion hinweisen, wie die Tierhaltung oder die große Ressourcenverschwendung.
Neue Ziele in grün
Es ist der sechste Veggie-Tag von insgesamt acht, die es dann in zwei Semestern gegeben hat. Danach endet das vegetarische Experiment. Für Ralf Reinhardt, den Leiter der Neuen Mensa, ist damit aber nicht die Förderung der pflanzlichen Ernährung abgeschlossen. „Ziel ist es, dauerhaft vegetarisches und veganes Essen in die Mensa zu bringen und das Angebot dafür möglichst vielfältig und interessant zu gestalten“, meint Reinhardt und hat Pläne für weitere Projekte.
So soll es eine Auszeichnung der Klimabilanz mit einem CO2-Fußabdruck geben und die vegane Kennzeichnung von Gerichten dauerhaft eingeführt werden.
Damit die Ideen auch umgesetzt werden, wird die „mensa universale“ weiter mit dem Dresdner Studentenwerk und der Mensa zusammenarbeiten. Als Arbeitsgruppe der Umweltinitiative der TU Dresden will sie darauf einwirken, die Herkunft der Nahrungsmittel transparenter zu machen und den Anteil an pflanzlichem, gesundem und nachhaltigem Essen zu erhöhen.
Enttäuschende Bilanz
An den beiden noch stattfindenden Veggie-Tagen gibt es Infostände und Umfragen, um die Studierenden zu informieren und Meinungen einzuholen. Aber da die Anzahl der ausgegebenen Essen an dem Tag immer geringer ausfällt, ist er nicht wirtschaftlich genug für die Mensa.
Julia Mertens von „mensa universale“ hat viele positive Rückmeldungen von Mensagängern erlebt, aber auch immer wieder Studenten gesehen, die wieder gehen, weil es an dem Tag außer in der Cafeteria kein Fleisch in der Mensa gibt.
Von der Bilanz, nach der etwa 10 bis 20 Prozent weniger Essen ausgegeben wurden, ist Julia Mertens enttäuscht. „Es ist zwar ein Erfolg, dass es den Tag in der zweitgrößten Mensa Dresdens gibt, aber anscheinend ist das Interesse daran zu gering. Der Tag sollte zeigen, dass vegetarisches und veganes Essen kein Verzicht bedeutet, sondern eine kulinarische Bereicherung ist.“ Sie möchte das Bewusstsein für Ernährung erhöhen, dafür, was die Produktion von Lebensmitteln für Umwelt, Tiere und Menschen bedeutet. Für sie bleibt der Tag eine zeitlich begrenzte Aktion auf dem Weg zu nachhaltigerem Konsum in den Dresdner Mensen.
Zur Karikatur: Nicht alle sind vom Veggi-Tag begeistert …
Karikatur: Norbert Scholz

23. November 2011 at 17:17
@maria sch.: außer b12 sollte man auch auf dha & epa achten! die jungs haben schon recht: es ist relativ schwer, sich gesund und vegan zu ernären. von der natürlichkeit / zu ersetzenden synthetischen stoffen (eben dha, epa und b12) ganz zu schweigen. was für folgen vegane ernährung für schwangere und kinder hat, weiß auch niemand genau. und dies sind genau die gründe, an denen sich dann all die assis aufgeilen, welche selbst aber einfach ihren genuss über das leid der tiere (wieviel bioquote hat denn die mensa bei fleisch und fisch?) stellen. würde tofu so schmecken fleisch, gäb´s aum fleischesser, würden die tiere artgerecht gehalten, gäb´s kaum veggies.
11. November 2011 at 10:39
Ich persönlich empfinde den Artikel von Maria ganz und gar nicht als Propaganda. Es ist aber interessant, wie schnell sich davon einige Leute, die sich den Slogan “Ich mag mein Fleisch” o.ä. auf die Fahnen geschrieben haben, davon angegriffen fühlen und Gegenangriffe starten, die in Inhalt und Ausdruck in keinem Verhältnis zu dem ursprünglichen Text stehen, gegen den sie sich richten. Es wäre gemein, an dieser Stelle alle Rechtschreibfehler in den Kommentaren der Kritiker aufzulisten, die allein schon einen Hinweis darauf geben könnten, dass offenbar nicht nur die pflanzliche Ernährung zu “unglaublich dumme(n) Entwicklung(en)” führen kann. Vielmehr möchte ich nur einige der genannten Kritikpunkte diskutieren.
Zunächst vermisse ich oft Begründungen, die geeignet wären, die Argumente der Veganismusgegner zu stützen. Eine Sache durch die Bezeichnung “extrem” zu diskreditieren ist leicht. Aber ein Extrem kann nur von einem Referenzpunkt her definiert werden. Und wer sagt dann, dass das, was die Mehrheit/der Durchschnitt tut, als das Maß aller Dinge zu betrachten ist. Immerhin gab es in der Geschichte (ich erinnere bspw. an Reformation und Nationalsozialismus) genügend Situationen, in denen das Handeln der Mehrheit im Nachhinein von vielen als kritikwürdig betrachtet wurde. In diesem Zusammenhang fragt Manfred völlig zurecht “Wo bleibt eigentlich die Selbstverantwortung?”. Leider zieht er daraus keine weiteren Schlüsse. Etwa jenen, dass man als Fleischesser einen Großteil der Verantwortung für den weltweiten CO2-Ausstoß mitträgt. Eine japanische Studie hat jüngst belegt, dass die Produktion von einem Kilo Rindfleisch das Klima so stark belastet wie eine Autofahrt von 250km. Die Ökobilanz von Vegetarieren fällt nur halb so hoch aus, bei Veganern dürfte der Wert noch tiefer liegen. Das Argument, dass für den Anbau von Soja der Urwald gerodet wird richtet sich genauso gegen den Fleischverzehr, da es sich hierbei um Futtersoja zur Fleischproduktion handelt. Die (im Vergleich dazu sehr wenigen) Sojapflanzen, welche später einmal zu Tofu, Sojamilch etc. werden wachsen in der Regel in Europa und werden meist nach Bio-Richtlinien angebaut, da die Konsumenten solcher Produkte auf ökologisch korrekten Anbau häufig großen Wert legen. Schade, dass die “gewisse(n) Stoffe”, welche der Körper braucht und die (obwohl es so nicht genannt wird) offenbar in einer pflanzlichen Ernährung fehlen, nicht genannt werden. Das macht eine sachliche Gegenargumentation schwer. Ich kann dazu nur sagen, dass ich seit fast 5 Jahren vegan lebe und meine Blutwerte bisher keine Mängel anzeigen. Mein Eisenwert lag bei der letzten Blutspende sogar über dem Durchschnitt. Aber vielleicht ist das auch nur ein glücklicher Zufall, wer weiß. Jedenfalls würde ich mir wünschen, dass Pseudo-Begründungen wie “Ich habe schon Stimmen gehört…” und “Ich kann mir nicht vorstellen, dass das (…) gesund ist” etc. endlich objektiveren Fakten weichen würden. Und wenn wir schon auf die Spiegel-Bestsellerliste rekurrieren müssen, kann ich allen Fleischfreunden gleich noch ein Buch empfehlen, dass 2010 fast oben auf dieser Liste stand: “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer. Klingt doch gut, oder?
10. November 2011 at 23:57
@Manfred und Kontraman: ihr habt euch sicher nicht mal ansatzweise mit vegetarischer/veganer Ernährung beschäftigt, richtig?
Klar: den ganzen Tag Tomaten in sich zu stopfen, macht auch krank. Jede einseitige Ernähung ist ungesund.
Aber woher stammt die Einschätzung, dass veg. Essen ungesund ist? Vom Hausarzt? Von der Lehrerin in der Schule? Vom Opa? Weil’s schon immer so war?
Bitte dabei auch nicht vergessen, was für eine riesige Lobby hinter der Agrarindustrie steht – fragt mal Ilse Aigner. Ich will damit sagen, dass allein aus ökonomischen Gründen keine Transparenz gewünscht ist und man auch bei sogenannten Fachleuten schauen sollte, von wem sie ihr Gehalt beziehen.
Es gibt umfangreiche Studien von unabhängigen Ernährungswissenschaftlern, die sogar ausgewogene veg. Ernährung in der Schwangerschaft für nicht unangemessen befinden. Ja, das findet man natürlich nicht bei der DGS (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), denn da sitzen noch einige Lobbyisten.
Und genau das ist das Problem: die angesprochene Selbstverantwortung. Die ist nämlich nicht da oder wird bis zum Verschwinden aufgedrieselt. Die Wenigsten juckt es, was im Fleisch ist, solange auf der Verpackung und im Supermarkt ne Kuh auf ner riesigen grünen Wiese steht…und Natürlichkeit und Wohlbefinden suggeriert. Glaubt ihr im Ernst, mit Biohaltung käme man in Deutschland auf 58 Millionen geschlachtete Schweine im Jahr? So viel Freilauffläche haben wir in Deutschland gar nicht. Und warum darf man wohl nicht in die Tierställe reinschauen? Einen Massentierhaltungbetrieb von innen will niemand sehen, geschweige denn Akkordschlachtungen. Und manchmal sterben die Tiere nicht gleich (1%) und schmieren im Todeskampf noch alles voll Blut. Bei 58 Mio Schweinen macht das dann….
Übrigens: das sture Weltbild ist doch vorhanden. Deswegen, nach kritischer Hinterfragung und Studien, kommen immer mehr Wissenschaftler zu dem Schluss, dass sehr viele Tiere enorme kognitive Fähigkeiten aufweisen, dass die industrialisierte Landwirtschaft erheblichen neativen Einfluss auf die Umwelt hat (Methanimission, Nitratbelastung der Böden/Grundwasser…) und dass das Antibiotikabelastete Fleisch Krankheitsrisiken birgt. Ist aber auch nix Neues.
noch zum Schluss – @Manfred: “Umweltverschmutzung, weil der halbe Urwald abgeholzt wurde, für Soja-Pflanzen und nicht, um dort Kühe anzubauen”. Hä?
Du weißt schon, dass das genveränderte Soja (z.B. aus Brasilien) zu 99 Prozent für Tierfutter verwendet wird? Weißt du doch. Weil die Tiere so viel fressen und weil Soja (und auch Mais) so billig sind – nich weils den Tieren schmeckt. Alles rein ökonomische Motivation. Und das Genzeugs isst dann du. Auch steht auf der Fleischpackung nicht drauf – “genverändert”. Ist gar nicht Kennzeichnugspflichtig, weil nur das Futter genveränderte Pflanzen enthalten hatte, nich das Fleisch – clevere Verbraucheraufklärung. In Deutschland werden kaum genveränderte Sojaprodukte verkauft – außer vielleicht bei Aldi…
Und Geflügel wird über Hybridlinien gezüchtet. Also über Inzest und später werden die Inzestlinien miteinander gekreuzt. Dabei erhält man dann all die Supersachen, wie schnelles Wachstum mit enormem Fleischansatz. Gut, dass dafür das Sättigungsgefühl weggezüchtet wurde. Die Hünchen müssen deswegen ständig fressen. Die Qual dauert aber nicht lang, denn nach ca. 33 Tagen sind die “Turbohühner” schlachtreif – wird auch Zeit, denn ihr Fleisch wächst zwar schnell, nicht aber ihr Skelet/Muskeln und Herz-Kreislaufsystem. Deswegen grätscht es bei manchen aufgrund ihres hohen Gewichtes die Beine auseinander und sie liegen dann dumm in ihrem Kot herum. Viele sterben auch vorzeitig an Herz-Kreislauf-Versagen. Aber das sind nur drei bis fünf Prozent – das wird einfach auf den restlichen Schlachtbestand draufgerechnet. Macht keiner Verlust.
Ich weiß nicht, wer hier welcher “Propaganda-Maschinerie” aufsitzt. Und dass mit dem “Besseren Menschen” wird wohl auch falsch verstanden. Darum geht es schon gar nicht.
Fazit: kein Stress, nur weil mal ein Tag im Monat fleischfrei ist.
10. November 2011 at 23:56
1. Manfred: Was isst die Kuh, die auf deinem Teller landet? Soja. Sieben Kilogramm (Gen-)Soja (Mais, etc.) auf ein Kilogramm Fleisch. (FAKT.) Solltest du kein Bio-Fleisch kaufen, ist dein Fleischkonsum also siebenmal mehr an der Regenwaldrodung beteiligt als der Tofukonsum eines Veganers / einer Veganerin. Your argument is invalid.
2. Manfred: Für Bio-Sojaprodukte geht überhaupt kein Regenwald drauf. Dafür wird Soja u.a. in Österreich angebaut. Und wer nicht nur wegen der Tiere vegan lebt, sondern auch der Umwelt wegen, kann so weit denken.
3. Manfred: Wer hat dir gegenüber Gewalt angewendet? Niemand. Das einzige, was man dir hier aufzeigt, sind logische Schlussfolgerungen, sprich: Fakten. VeganerInnen haben keine “Meinung” (zumindest keine einheitliche), sie kennen sich nur meistens ziemlich gut mit den Fakten aus.
4. Manfred: Bitte, bitte sag mir, wann du das letzte Mal ein Schwein oder ein Rind mit deinen bloßen Händen getötet hast und inwiefern das dein Leben gesichert hat. Meinst du, du würdest sterben, wenn du auf Fleisch verzichtest? Es gibt dutzende, tausende, Millionen Gegenbeispiele. Mal ganz ehrlich: Etwas Dümmeres habe ich lange nicht gehört.
5. Kontraman: Was bitte ist an der Entwicklung, dass intellektuelle Frauen zu Veganerinnen werden, dumm? Wer hat behauptet, es sei schlecht für Mutter und Kind? Bist du ein Experte oder sprichst du nur diejenigen nach, die aus Bequemlichkeit auch nicht auf Fleisch verzichten wollen?
6. Kontramann: Keine Meinung. Kein Weltbild. Faktenwissen!
Über Gesundheit lässt sich streiten, kein(e) ernstzunehmende(r) VeganerIn wird Euch verschweigen, dass er / sie supplementiert, falls er / sie es tut. Und auch das ist so ‘ne Sache: Ich persönlich kenne Omnivore, die sich B12 spritzen lassen müssen, weil ein Mangel vorliegt. Kein Mensch ist wie der andere. Kein Tier ist wie das andere.
Aber es geht verdammtnochmal auch nicht um Gesundheit. Guckt euch Bilder an, Videos, macht euch einfach mal ein Bild darüber, wo euer Essen herkommt. Mehr als das wird ein(e) VeganerIn niemals von euch verlangen. Keine Gewalt.
Alle Tiere haben dieselben Bedürfnisse; Menschen, Katzen, Hunde, Schweine. Nicht leiden. Keine Qualen, keine Folter, keine Schmerzen, keine Angst. Nicht sterben. Sie haben alle soziale Bindungen. Sie wollen alle ihren Nachwuchs beschützen und lieben. Sie sind wie wir, sie können sich uns sogar mitteilen, sie können schreien, wenn ihnen etwas weh tut, sie können uns zeigen, dass sie uns gern haben. Von unseren Hunden kennen wir das. Wo ist der Unterschied? Wer gibt dem Menschen das Recht, sich als Maß aller Dinge, als Herrscher über alles was lebt, zu sehen? Bloß weil er die Fähigkeit hat, sich Foltermethoden, Maststallanlagen, (Tier-)KZs auszudenken, warum sollte er die Fähigkeit nutzen, wenn die logische Schlussfolgerung ist, dass er nicht nur sich selbst, sondern alles Leben um sich herum, die Erde auf der er lebt, restlos zerstört?
10. November 2011 at 20:57
Ok, ich schlage vor sich einmal zu informieren bevor über vegane Ernährung geurteilt wird.
@ Manfred:
1. Natürlich muss Menschen vorgeschrieben werden was sie zu lassen haben, wenn es falsch ist! Gechwindigkeitsbegrenzungen sind deshalb vorgegeben und es ist gut, dass es verboten ist, Leute zu schlagen und umzubringen. Weil es Unrecht ist! Genau wie Fleisch zu essen.
2. Natürlich ist es notwendig darüber zu diskutieren. Es gibt immer mehr Menschen und immer weniger Nahrung. Umso schlimmer, dass Menschen hungern müssen, weil die Grundnahrungsmittel verfüttert oder vertankt werden!
3. Kein Mensch muss töten um zu überleben! Vegane Ernärhung ist ganz leicht und viel gesünder. Welche Stoffe brauchst du denn, die es nicht in Pflanzen gibt?
Außer auf B12 musst du auf überhaupt gar nichts achten.
Ich will dir nicht empfehlen in den Schlachthof zu gehen. Wären die Wände der Schlachthöfe aus Glas und in den Innenstädten, gebe es keine Fleischesser und Fleischkonsum wäre verboten.
Abgesehen davon, dass es kein Recht (Ethik) dazu gibt, Lebewesen aus reinem Egotripp umbringen zu lassen “weil es ja schmeckt”, gibt sogar die Fleischindustrie zu dass die Betäubung bei bis zu 7% der Rinder nicht richtig funktioniert, dass wären dann schon mehrere hunderttausend pro Jahr allein in Deutschland, die bei vollem Bewusstsein aufgehangen, aufgeschnitten werden, ausbluten und an ihnen währenddessen weiter rumgeschnitten wird. Hunderttausende Individuen die etwas derart grausames erleben, dass dagegen jeder Horrorsplatter eine total harmlose Anglegenheit ist. Kam sogar in den Tagesthemen:
Tagesthemen 29.03.10, Fachleute kritisieren Qualen der Tiere auf Schlachthöfen: http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt2180.html
Frontal 21, 6.04.10, Missstände in Schlachthäusern: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,8061441,00.html
SWR Fernsehen 17.12.2009, Schlachthöfe in der Kritik: http://www.youtube.com/watch?v=lX6EOxNvKO0
Quälerei auf Bioschlachthof, Quelle: Peta, Februar 2010: http://www.petatv.de/video/Undercover-Schlachthof-Video%3A-Todesschreie-der-Tiere/a7f013df50a25fa50ca050e78fbaf4c6
Aber darum geht es nicht. Sondern dass der Mensch nicht das Recht hat, Leben völlig willkürlich zu beenden. Wir nehmen es uns einfach. Aber eben ohne ethische Rechfertigung.
4. Regenwäler weden für Weideflächen für Rinder, für Monokulturen von Pflanzen, die wir vertanken und für Soja, das Futtermittel sit gerodet. Also zu 90% wegen des Fleischkonsums. Die Sojaprodukte die wir in Europa essen, werden auch in Europa angebaut.
5. Krieg auf Papier gibt es nicht, sondern der findet tagtäglich in den Mastställen, Laboren (Tierversuche), auf dem Feld (Jagd) und in Schlachthäusern statt. Dassist Krieg, täglicher millionenfacher Mord. Nicht ein paar Zeilen in einer Studendenzeitung.
@Kontraman
Was ist dumm daran vegan zu leben? Es ist die Ernährungsform, die am wenigsten Gewalt ausübt. Was ist daran dumm, Gewalt abzulehnen?
Gewalt ist Krieg gegen andere. Das lehne ich ab.
Übrigens sterben auch für Milch Millionen Rinder und leben unter unvorstellbar grausamen Bedinungen. Für die Eierproduktion, werden mind. allein in Deutschland 40 Millionen Küken (weil sie männlichen Geschlechts sind) in den Schredder geworfen und zerheckselt. Auch für Bioeier, die man im Laden kauft. Die Erzeugung von Produkten, die aus Tieren sind oder Bestandteile von Tieren enthalten bringen immer Leid mit sich. Wer das nicht glaubt, weigert sich zu informieren.
Übringes bringen auch andere Produkte wie technische Geräte oder nicht fair gehandelte Lebensmittel oder Kleidung, auch wenn diese aus pflanzlichen Bestandteilen bestehen, Leid, Folter und Tod an Menschen mit sich. Mit unseren Handy finanzieren die Konzerne Bürgerkriege in Afrika, für die allermeisten Textilien, die wir hier kaufen können, arbeiten Kinder und Frauen unter schrecklichen Bedingungen. Für Produkte aus Afrika, Südamerika und Asien wie Bananen, Kakao, Schnittblumen und Kaffee sterben Menschen.
Man sollte sich immer informieren, bevor man etwas isst, kauft, benutzt. Die Hersteller interessieren die Hintergründe nicht. Deshalb entscheiden wir nicht nur für uns, sondern über das Leben Anderer wenn wir konsumieren.
10. November 2011 at 16:05
Das Schönste an dem Artikel war der Absatz “Enttäuschende Bilanz”. Da sieht man, dass einige Menschen doch hier und da erkennen, dass Bevormundung in unserer freiheitlichen Gesellschaft nichts verloren hat.
Der Kommentar von Maria Scholz war eine Kombination aus Halbwissen und Wut, wo bei genauer Betrachtung nicht ein einziges Argument standhalten kann.
Ich hoffe das in Zukunft in ad-rem nicht mehr die Zwangsbeglückung und die Diktatur der “Gutmenschen” gefordert wird.
10. November 2011 at 11:54
Fleisch ist ein Maß für den Wohlstand. Je mehr Fleisch konsumiert wird, desto höher ist auch der Wohlstand des Landes. Jetzt kann jeder mal überlegen, wie sehr doch jemand jammern darf, der beim FastFood hinlangt und sich gleichzeitig beklagt, dass er aufgrund von Hartz IV kein Geld habe.
Allerdings finde ich, dass man die Ernährung nicht erziehen kann. Selber wäre ich dafür, dass die Forderung von Greenpeace durchgesetzt wird, dass man nur noch zwei Mal in der Woche fleisch verzehrt, da das reicht. Immerhin vergammelt Fleisch in den Gedärmen ziemlich lange und hat einen langen Aufenthalt im Körper. Gänzlich darauf verzichten, würde ich nie, allerdings würde ich auch nie jemanden einschränken. Zudem kann man dann genauso gut sagen, dass man aufgrund von Karfreitag an dem Tag nur Fisch anbietet oder die Leute dazu ermutigt auch einmal Alternativen auszuprobieren. Wie ging der Spruch? Was der Bauer nicht kennt, isst er auch nicht?
Ernährungsschule kostet daher kein Widerstand, sondern Geld. Wenn man sagt, dass ein Fleischgericht für 2€ angeboten wird und ein veganisches Essen dagegen verschenkt wird, weil es gesponsort wird, würden auch mehr Leute auf das veganische Essen zurückgreifen. Wobei Veganismus schon extrem ist.
Wie es Kontraman sagt. Vegetarisch ist ein erster Schritt.
9. November 2011 at 22:25
Ich bin absolut dagegen, dass jemanden vorgeschrieben wird, was er zu tun und zu lassen hat. Wo bleibt eigentlich die Selbstverantwortung? Finde es unfassbar worüber sich Leute totdiskutieren. Der Demografischewandel zeigt zudem, dass es ein Thema ist, worüber man absolut nicht diskutieren muss. Ich habe mal mit dem Sport angefangen und ernähre mich seitdem auch “gesund”. Für mich habe ich ausgemacht, solange ich ein Lebewesen töten kann, um mein Leben zu sichern, esse ich Fleisch. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass das ungefähr zwei Mal im Semester vorkommt. In die Mensa gehe ich sowieso nicht. Selbst in dem Veganerfrass ist so viele Pampe drin, dass man mit Gesundheit nicht argumentieren darf. Ebenso wenig ist die Umweltverschmutzung anzumerken, da ja für Soja-Pflanzen der halbe Urwald abgerodet wurde und nicht, um Kühe da anzubauen.
Schade, dass die Leute es irgendwie nicht verstehen. Mit Gewalt kann man nichts lösen und Maria hat so viel Frust in sich, dass ihr Kommentar gerade dazu einlädt mal wieder zu McDonalds zu gehen.
Vielmehr sollte auch einmal darauf hingewiesen werden, dass vegan leben auch nicht gesund ist, da der Körper eben gewisse Stoffe braucht und Bewegungsmangel auch eine Gleichgültigkeit in der Wahl der Nahrungsmittel hervorruft. Deswegen würde ich nicht dafür kämpfen, dass die Leute auf all das verzichten, was der Körper verlangt, sondern vielleicht mal von beiden Seiten mehr Tolleranz kommen sollte. Unfassbar, dass man darüber schreibt und noch nicht einmal die Spiegel-Bestseller-Liste rezetiert wird.
Nun ja. Kämpft mal schön weiter. So wie eure Kriegsführung ist, wird wohl nicht viel passieren. Anscheinend ist Vegan auch so eine Mode. Ja. Ich bin vegan, weil ich einfach anders sein will und auffallen muss, weil mich sonst niemand lieb hat.
11. November 2011 at 02:22
@Manfred: 90% des weltweiten Soja-Anbaus werden als Futtermittel verwendet, lediglich 6% werden als Nahrungsmittel verwendet; um ein Kilo Fleisch zu erzeugen werden ca 10-16 Kilo planzliche Nahrungsmittel (wie z.B. Soja) gebraucht. Könntest Du mir bitte noch mal die Sache mit der Regenwaldabholzung durch das was von dir so schön als “Veganerfrass” bezeichnet wird erklären?
Und könntest Du mir bitte noch erklären, warum eine vegane Ernährung nicht gesund ist? Das erscheint mir nämlich etwas verwunderlich in anbetracht dessen, dass die ADA (American Dietist Association, die größte Vereinigung von Ernährungswissenschaftler_Innen weltweit) anderer Meinung ist (von denen wird eine vegane Ernährung auch für Schwangere, Stillende und Kleinkinder als gesund eingestuft; siehe http://www.eatright.org/WorkArea/linkit.aspx?LinkIdentifier=id&ItemID=8417). Und überhaupt: Die omnivore Ernährung inklusive Pestiziden, Wachstumshormonen, Antibotika, Psychopharmaka, Colesterin, etc. kann nun auch nicht gerade als gesund bezeichnet werden.
9. November 2011 at 19:08
Sicher is was wahres dran. Aber vegane Ernährung ist sehr Umständlich so zu gestalten, dass sie auch halbwegs gesund ist. Und für Kinder und in der Schwangerschaft absolut nicht zu empfehlen…
Es ist eine unglaublich dumme Entwicklung, dass vor allem auch die intellektuellen Frauen zu Veganerinnen werden. Vegetarisch kann ich ja noch halbwegs verstehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das vor allem für den Nachwuchs gesund ist. Ich habe schon Stimmen gehört, nachdem nicht einmal vegetarische Ernährung für Kinder auf Dauer gut ist.
Ich selbst esse gern mal vegetarisch, aber Fleisch darf auf Dauer nicht fehlen. Man kann ja darauf achten, dass es aus vernünftigen Zuchtbedingungen kommt, wenn man darauf Wert legt.
Was erzählt wird, mit “maßloser Gewalt” usw., ist Propaganda. Es findet statt, ist aber sicher nicht die Regel… Das ist nur Gelaber und wenig durchdacht. Ein stures Weltbild, was von vielen VeganerInnen nicht mal mehr reflektiert wird.
Ich mag mein Fleisch. Wenns weniger davon gäbe und dafür bessere Bedingungen durchgesetzt werden wärs besser. Wenn ich es mir leisten könnte, würde mein Fleisch auch aus geprüften verhältnissen kommen.
11. November 2011 at 02:28
Nun ja, selbst die offiziellen Stellen geben zu, dass z.B. jedes sechste Rind bei der Schlachtung nicht richtig betäubt wird (da in modernen Schlachthäusern im Sekundentakt gearbeitet wird und das Hirn eines Rindes nur etwas so groß ist wie eine Wallnuss, ist die Trefferquote nicht so gut). Übersetzt heißt das, dass mindestens jedes sechste Rind bei Bewusstsein die Kehle aufgeschnitten bekommt und bei Bewusstsein ausblutet!
Also wenn das nicht als maßlose Gewalt bezeichnet werden kann, was dann?
9. November 2011 at 13:14
Ich finde den Kommentar von Maria in der Printausgabe sehr richtig! Denn Nahrungsaufnahme ist eben nicht mehr privat. Ich finde, die Mensa sollte weitermachen, und auch wenn die Zahlen ein wenig rückläufig sind, den Tag beibehalten. Denn immerhin stirbt sonst auch die Diskussion darum ganz.