Im Kinderzirkus am Dresdner Universitätssportzentrum toben sich Knirpse richtig aus – ab Oktober mehr denn je

Interview: Matthias Schöne

Zirkus, Clowns und Akrobaten. Die Artistik für Kinder am Unisportzentrum Dresden geht ab Oktober in ihre zweite Runde.

Julia Magister studiert eigentlich Psychologie im achten Semester an der TU Dresden. Doch wenn sie nicht die Hörsaalbank drückt, leitet sie einen Unikinderzirkus und erzählt „ad rem“ über ihr Projekt.

Was hat Dich bewogen, Kinderartistik zu machen?

Artistik betreibe ich, seit ich ungefähr acht Jahre alt bin. Angefangen habe ich in einem Kinderzirkus in meiner Heimat Finsterwalde. Dort habe ich die unterschiedlichsten Zirkusdisziplinen kennengelernt, hatte Auftritte und es war mein allerliebstes Hobby. Als ich 2007 nach Dresden gekommen bin, habe ich beim Unisport geschaut, was es in Richtung Artistik gibt, und mich gemeldet, als Übungsleiter gesucht wurden. Der Zirkusspielplatz ist aber ganz neu, den haben wir 2010 ins Leben gerufen.

Was ist denn der Zirkusspielplatz?

Er ist ein Angebot, das sich an Studenten mit Kindern richtet und so erst seit dem letzten Sommersemester existiert. Die Kinder, zwischen zwei und sechs Jahre alt, sind die Hauptakteure. Ich leite den Kurs zusammen mit meiner Freundin Susanne Uhlig. Sie hatte auch die ursprüngliche Idee zum Kinderzirkus. Ich habe bis jetzt ja nur Studenten und in meinem Heimatverein die Jugendlichen trainiert, aber mit den ganz kleinen Kindern ist es für mich noch Neuland. Es ist eine tolle Sache, auch diese viel spielerischere Art und Weise kennenzulernen.

Wie läuft die Artistikstunde ab?

Als erstes gibt es eine Begrüßungsrunde, dann ein Erwärmungsspiel und danach spielerische Dehnung mit Bodenelementen. Die nennen wir Zirkustiere, da sich die Kinder wie Tiere über den Boden bewegen. Wenn die Eltern mitmachen, macht es natürlich noch mehr Spaß. Jede Woche ist ein anderes Thema dran. Es gibt ja im Zirkus ganz unterschiedliche Disziplinen, zum Beispiel Balancehalten auf einer großen Kugel oder Seiltanz. Später üben wir Jonglage und Akrobatik mit den Eltern als Untermänner. Die Kinder krabbeln dann an den Erwachsenen hoch und probieren verschiedene Figuren, wie den Flieger aus. Vieles ergibt sich in der Stunde von selbst. Man macht sich zwar vorher ein Konzept, aber meistens läuft es anders. Die Kinder sehen etwas Neues und haben andere Ideen. Wir disziplinieren die Kinder nicht, sondern beziehen ihre Ideen mit ein.

Habt Ihr Neues geplant?

Nächstes Semester wollen wir vielleicht noch mehr Kinder in den Kurs aufnehmen, weil der Andrang doch groß geworden ist.

Einschreibung am Dienstag (11.10., 17.30 Uhr), Training immer donnerstags (15.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Nöthnitzer Halle 3). Die Einschreibung zu den übrigen Sportkursen findet ebenfalls am Dienstag (11.10., ab 16 Uhr) über die Internetseite des Universitätssportzentrums statt.

Netzinfos: www.usz.tu-dresden.de (Sportarten, Bewegung › Spiele und Sport für Eltern und Kinder › Zirkusspielplatz)

Zum Foto: Julia Magister liebt Artistik. Neben der Uni leitet sie einen Knirpszirkus.
Foto: Amac Garbe

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