An der TU Dresden kämpfen Lehramtsstudenten um Masterstudium
Von Jana Schäfer
Panik im Juni. Es hieß, dass Dresdner Lehramtsstudenten ihren Master ab kommendem Wintersemester in Leipzig beginnen müssten.
So lautete der Inhalt einer ungeschickt formulierten Pressemitteilung des sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Die Presse verstreute die unklare Meldung – daraufhin strömten viele E-Mails irritierter Lehramtsstudenten für Gymnasien und berufsbildende Schulen beim Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) ein. Doch Burkhard Naumann, stellvetretender Sprecher des ZLSB, entwarnt: „Die beiden Studiengänge bleiben in Dresden!“
Diese Worte würden auch gerne die Studenten für Grund- und Mittelschullehramt hören, denn bei ihnen steht fest, dass sie den Master in Leipzig absolvieren werden (siehe die „ad rem“-Ausgaben 4, 5, 6 und 10.2010). Ist die Uni Leipzig bereit für den Studentenstrom? Vier Professuren am Institut für Grundschulpädagogik sind noch unbesetzt. Ein Problem von vielen. So demonstrieren die Studenten weiter, wie am 16. Juni mit dem Bündnis „Mehr Wert“ gegen die geplanten Geldkürzungen im Bildungssektor. Auch fanden sie Gehör bei der Staatlichen Kommission Lehrerbildung, die die Zukunft der Lehramtsausbildung für Grundschule plant. „Die Kabinettsitzung im August wird vielleicht beschließen, dass 2013 Grundschulpädagogen wieder in Dresden ausgebildet werden“, sagt Naumann mit großer Hoffnung.
Eine Veranstaltung informiert zum Lehramtsstudium in Leipzig am Donnerstag (22.7., 14 bis 17 Uhr, Potthoff-Bau Dresden, Hörsaal 81).
Netzinfos: www.zlsb.tu-dresden.de
Zum Foto: Studentenvertreter Burkhard Naumann gibt Entwarnung. Nicht alle Lehrämter müssen nach Leipzig.
Foto: Amac Garbe