Freibäder im Überblick: Ihr habt die Wahl, wie Ihr den Sommer genießen wollt
Nur hier: Die Geschichte hinter dem Bild …
Von Matthias Schöne
Sportlich aktiv oder entspannt genießen? In Dresden und Umgebung gibt’s für jeden die passende Ablenkung vom Unistress.
Für Sportler
Beachvolleyball ist seit Jahren äußerst populär. Dementsprechend hat fast jedes Freibad in Dresden und Umgebung eines oder mehrere Beachfelder zu bieten. Leider erhalten Studenten für die Dresdner Bäder keine Ermäßigung, für die Bäder Wostra und Cossebaude muss man daher jeweils 3,50 Euro, für das Georg-Arnold-Bad sogar stolze 9 Euro pro Tag berappen.
Als gute Alternative bietet sich das Freitaler Bad „Zacke“ an, etwa acht Kilometer von Dresdens Stadtmitte entfernt. Die drei Beachvolleyballfelder werden auch von Vereinsspielern genutzt und sind daher gut gepflegt. Studenten zahlen nur zwei Euro für die ermäßigte Tageskarte. Außerdem kann man für 10 bzw. 11 Euro pro Stunde Tennis- und Badmintonplätze mieten, kostenlos die Tischtennisplatten nutzen oder auf dem Fußballplatz bolzen.
Etwas weiter liegt der Badesee Coswig-Kötitz entfernt. Auch hier findet man drei hervorragende Beachvolleyballfelder. Der See lädt zum ausgiebigen Schwimmen ein und im Abendtarif kostet der Eintritt nur schlappe 80 Cent.
Wer nicht unbedingt viel Wasser zum Abkühlen nach dem schweißtreibenden Spiel braucht, dem ist der Dresdner Stadtstrand Citybeach an der Leipziger Straße zu empfehlen. Hier gibt es acht gute Plätze für Beachvolleyball, allerdings kostet die Stunde happige 15 Euro. Die Tischtennisplatte und der Tischkicker sind dafür kostenfrei. Als Alternative bietet sich das Volleyballfeld daneben am Dresdner Purobeach an, ganz kostenfrei, sieht man von den teuren Getränkepreisen ab.
Für Genießer
Wer es ruhiger mag, dem sind die beiden Bäder Wostra im Dresdner Stadtteil Zschieren zu empfehlen. Dabei gibt es eine Variante für Nackedeis mit dem FKK-Badesee und ein Freibad mit fast 1 000 Quadratmetern Wasserfläche.
Die großen Liegewiesen laden zum Entspannen, Quatschen oder Kubbspielen ein. Viele Laubbäume bieten reichlich Schatten. Für Studenten mit Kind und Kegel bietet das Naturbad Mockritz viele Spielmöglichkeiten, eine Breitrutsche und ein Planschbecken für die Kleinen, während sich die Eltern entspannt zurücklehnen können.
Ein Geheimtipp ist die naturnahe Kiesgrube Pratzschwitz, bei Pirna gelegen, ein schöner, großer Badesee mit tollen Liegewiesen und herrlich kühlem Wasser. Man zahlt nur für das Auto Parkgebühren, ansonsten ist das Vergnügen kostenfrei. Luxuriöser geht es wieder am Purobeach zu. Die Preise sind hoch, aber die bequemen Ledersofas, die geschmackvolle Chillout-Musik und der stilvolle Pool sind jeden Cent wert. An Puro- und Citybeach an der Leipziger Straße finden Tanzwütige außerdem beinahe täglich Partys und Konzerte.
Zu den Fotos: Sonnenbaden ist wie Kurzurlauben – nur um die Ecke.
Foto 1: Amac Garbe
Foto 2: Toni Klemm
UMLANDPLANSCHEN.
Zittau
- Freitzeit-Oase am Olbersdorfer See (Zum See): Nicht nur Biergarten und Restaurant, sondern auch ein pekuniär freundlich gestimmter Campingplatz (sechs Euro je Übernachtung) samt Surfschule (75 Euro) warten auf Badespaßler und spontane Kurzurlauber. Baden und Beachvolleyball gibt es für lau. Netzinfos: www.olbersdorfer-see.com
- Trixi-Park (Jonsdorfer Straße 40): Das Waldstrandbad mit angeschlossenem Ferienpark mitten im Zittauer Gebirge öffnet jeden Tag von 10 bis 18 Uhr für 1,50 Euro – in den sächsischen Sommerferien sogar von 9 bis 20 Uhr. Danach geht es munter weiter, denn das Freizeitbad lädt von Sonntag bis Mittwoch (13 bis 21 Uhr) und am Wochenende (13 bis 23 Uhr) in die Sauna. Die Tageskarte kostet 12,50 Euro, der Dreistundentarif ist für 11 Euro zu haben. Netzinfos: www.trixi-park.de
Görlitz
- Freibad Hagenwerder: An der alten B 99 gelegen, ist es mit der Stadtbuslinie E (Weinhübel) zu erreichen. Von 9 bis 20 Uhr warten Schwimmfreuden für 2,50 Euro pro Tageskarte auf Euch. Ab 16 Uhr sind gar nur noch zwei Euro zu berappen. Außerdem erwachen hier das „La Pampa Festival“ (9. bis 11. Juli) und das „House of Summer“ (20. bis 22. August) zum Leben. Mit Zeltplatz, Volleyball, Tischtennis, Schach, Kahnfahren, Klettern und Angeln bleibt kein Sportfan unbedient.
Lasst uns doch spielen – Aktivitäten beim Freibaden
Die Sonne ruft ihre Anhänger in die Freibäder zur Erfrischung im kühlen Nass. Doch war das schon alles? Hier ein paar Spielvorschläge für Zwischendurch.
Sportlich
Bewegung bieten die klassischen Freibadaktivitäten wie Volleyball, Federball und Frisbee. In vielen Freibädern stehen Volleyballfelder zur freien Verfügung. Eine Alternative zu den überkommenen Sportvarianten bieten Speedminton und Beachrugby, letzteres leicht mit einem Volleyballfeld umzusetzen. Wer das Rugbyspiel unter professioneller Anleitung erfahren will, hat jeden Freitag (18 Uhr) die Chance in der Stadtoase unterhalb der Marienbrücke. Bei allen Aktivitäten gilt aber Rücksicht auf andere Sonnenanbeter zu nehmen, die im Weg liegen könnten.
Ohne Schwitzen
Weniger schweißtreibende Beschäftigung bietet das Trendspiel Kubb, bei dem, ähnlich den beiden Kugelspielen Boccia oder Boule, zwei Mannschaften mit Wurfhölzern versuchen, die gegnerischen Spielsteine umzuwerfen.
Sitzend
Eine lustige Spielalternative für Bewegungsmuffel bietet Mensch-ärgere-dich-nicht als Handtuchdruck mit großen Spielsteinen – ideal für windige Tage am See. Und denen, die sich partout nicht bewegen wollen, bleibt ja immer noch das Sonnenbaden – ganz gediegen mit Studienlektüre in der Hand.
Zum Foto: Spannung, Spiel oder Spaß? Hauptsache draußen sonnen!
Foto: Toni Klemm
