Vom Karikaturisten zur bösen Seehexe

Von und mit Norbert Scholz

Diplomarbeiten anzufertigen ist ja im allgemeinen schon kein großer Spaß, aber wenn man Maskenbildner werden will, bzw. als Modell dafür zur Verfügung steht, noch viel weniger – bei 30 Grad unter einer Gummiglatze.

Hanna Hackbeil ist 24 Jahre alt und nach acht Semestern im Fach Maskenbild der Studienrichtung Theaterausstattung auf dem Weg zum Ziel. Am kommenden Montag (5.7., 10 Uhr) wird sie vier ganz normale Menschen in fantastische Unterwassergestalten verwandeln. Ihr Thema zur Abschlussarbeit ist die Geschichte der kleinen Meerjungfrau. Ich werde darin die böse Seehexe darstellen, mit Schaumstoffgesichtsmaske und falschen Brüsten. Die geschminkten und verzierten Modelle präsentieren sich am Prüfungstag in einem kleinen Bühnenstück und werden anschließend einzeln begutachtet.

Darauf freue ich mich schon und werde natürlich ordentlich Charme spielen lassen – unter zehn Lagen Schminke. Weniger freudig ist es, dafür dann um 6 Uhr früh aufstehen zu müssen. Aber was tut man nicht alles für die Kunst.

Zum Verständnis: So sieht unser Karikaturist Norbert Scholz eigentlich aus (links, Foto: Amac Garbe).

Die öffentlichen Diplome in der Fachrichtung Maskenbild finden am 5. und 6. Juli, jeweils ab 10 Uhr, in der Güntzstraße 34, Labortheater, statt.

Netzinfos: www.hfbk-dresden.de

Zu den Fotos: Norbert Scholz wird von der Maskenbildnerstudentin Hanna Hackbeil in die böse Seehexe verwandelt.
Fotos: Norbert Scholz