Die studentische Theatergruppe Bühnamit inszeniert „Hexenjagd“

Noch mehr Theater? Oder doch lieber Kino?

Von Alexandra Niedermeier

Bühnamit – dieser Name ist wohl Programm, wenn die Theatergruppe aus Dresdner Studenten auf der Bühne steht.

Wie könnte man sonst die Tatsache beschreiben, dass sie in einer Kirche ein Stück über die perfiden Abgründe menschlichen Verhaltens und Vorwürfe von Hexerei im Amerika des 17. Jahrhunderts aufführen?

Seit 2006 zeigt die Theatergruppe, die sich aus einem Freundeskreis entwickelt hat, aber ständig erweitert jeden Sommer ein Stück und versucht dabei, es für alle zugänglich zu machen. „Wir wollen, dass man uns den Spaß, den wir beim Spielen haben, ansieht und dass sich die Begeisterung natürlich auch auf das Publikum überträgt“, erzählt Roman Matthes, der im achten Semester Mathematik und Physik auf Lehramt an der TU Dresden studiert und ein Teil von Bühnamit ist.

Ihr diesjähriges Stück, „Hexenjagd“ von Arthur Miller, soll ganz klassisch aufgeführt werden. Es soll den Zuschauer ins Salem des Jahres 1692 versetzen und beginnt damit, dass der örtliche Pastor einige Mädchen nackt im Wald tanzend auffindet. Brisant ist es vor allem dadurch, dass auch seine Tochter Abigail darunter ist. Nun spinnt sich ein Netz von Lügen, Intrigen und Gerichtsverhandlungen um die Mädchen, die durch ihr Verhalten andere Dorfbewohner in den Mittelpunkt des Verdachts der Teufelsanbetung und Hexerei ziehen und sich so als Unschuldslämmer darstellen. Die Folge des Geschehens ist die Hinrichtung eines Unschuldigen.

Dadurch, dass Bühnamit für ihre Auftritte keinen Eintritt verlangen, muss teilweise überlegt werden, worauf der Schwerpunkt gelegt wird. So wird die Bühne bei „Hexenjagd“ eher minimalistisch gehalten sein. „Dafür“, sagt Lehramtsstudent Matthes, „werden wir bei Kostüm und Spiel ausartend“.

Dreikönigskirche Dresden: 2. und 3. Juli (20 Uhr), in der Drogenmühle Heidenau am 4. Juli (20 Uhr)

Zum Foto: Roman Matthes, Anna Pachen und Johannes Wirsmann (v. l.) freuen sich schon auf Hexerei und Lügen.
Foto: Amac Garbe