Das Studentenprojekt NPT-TV rüstet gegen Atomwaffen auf

Von Alexandra Niedermeier

Im Mai 2010 war eine Gruppe Dresdner Studenten in New York und setzte sich durch Öffentlichkeitsarbeit für die nukleare Abrüstung ein.

Es ist vielleicht eine Vision, die das Studentenprojekt NPT-TV aus Dresden antreibt. Das Ideal einer atomwaffenfreien Welt, in der es keine nuklearen Waffen, höchstens noch nukleare Energie gibt.

Seit 2007 existiert der Verein in Dresden, in dem sich sowohl Studenten als auch Schüler engagieren. Seinen Ursprung hat er in Heidelberg, von wo aus die Idee durch einen Studenten hierher getragen wurde. Das zentrale Element des Vereins ist die alle fünf Jahre stattfindende Überprüfungskonferenz des NPT, also des Atomwaffensperrvertrags, in New York, an der sie als Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) teilnehmen.

Den gesamten Mai waren sie in Übersee und sammelten Material für ihre Homepage. Auf der Konferenz vernetzten sie sich auch mit anderen NGOs, tauschten Erfahrungen und Meinungen aus. Dort wurden Filme gedreht und Interviews mit anderen NGOMitgliedern und Delegierten geführt, die dann auf ihre Homepage gestellt wurden und für jedermann zugänglich sind. „Wir wollen ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit für dieses Thema schaffen und den Menschen helfen, sich eine Meinung dazu zu bilden“, erzählt Nina Salzer, die im zweiten Semester Internationale Beziehungen an der TUD studiert und zum ersten Mal an der Konferenz teilgenommen hat.

Nina Salzer und ihre Kommilitonen hoffen, mit ihrer Vereinsarbeit eine Nachfrage für das Thema zu  schaffen und im Idealfall Druck auf Regierungen ausüben zu können. Zum Beispiel auf Staaten wie Israel, Nordkorea, Indien und Pakistan, die den Vertrag noch immer nicht unterzeichnet haben.

Netzinfos: www.npt-tv.net

Zum Foto: Lukas Bretzinger, Nina Salzer und Niels Böhm (v. l.) flogen nach New York, um für eine atomwaffenfreie Welt Druck zu machen.
Foto: Amac Garbe