Klangwelten

Von Antje Meier

Nach den Augen beim GrenzArt-Festival und den Beinen beim Trikick-Turnier, sind vom 1. bis 11. Juli bei den Hörkunsttagen ObPhon nun die Ohren gefragt.

Örtlichkeit von ObPhon ist wieder das Werk IV (Friesestraße 12c) in Kirschau, wo früher Grobgarn hergestellt wurde. Auf dem Programm stehen „über 50 Künstler, 34 Klangräume und Installationen, 25 Hörspiele für Groß und Klein, 8 Konzerte, 5 mobile Klänge und Performances“ fasst Pressesprecherin Stephanie Werth zusammen. Dafür sollen „Stimmen, Töne und Geräusche mit Hilfe der akustischen Möglichkeiten der Aufführungsräume und -orte zu Erlebnissituationen gestaltet werden.“

Ein Highlight für Werth ist das „Speakers Gate“, eine Installation aus 350 recycelten Lautsprechern, dass das Wahrzeichen Kirschaus darstellen soll: Das Körsetor. Auch das Projekt „Sonntagskinder“ klingt vielversprechend: „Nur Sonntagskinder hören die Glocke unter Wasser, so sagt der Volksmund. In dieser Arbeit beschäftigt sich Helen Acosta Iglesias mit der Frage, wie man mit einer ,höheren Ebene‘ kommunizieren kann. Das Wasser, welches die Glocke vollständig bedeckt, wird zum Transportmittel dieser Kommunikation. Die Klanginstallation befindet sich in der Johanneskirche (Bautzener Straße) in Kirschau“, erzählt Werth.

Für die Kleinen empfiehlt Werth: „Hörspiele laufen für Kinder vom 2. bis 11. Juli jeweils von ca. 16:00 bis 17:00 Uhr. Mit dabei sind 12 Teile des Klassikers ,Die haarsträubenden Abenteuer des Detektivs Dick Dickson‘ (DDR 1962).“

Anders als beim GrenzArt-Festival und dem Trikick-Turnier muss ObArt diesmal Eintritt verlangen, auch wenn Stephanie Werth dies sehr bedauert: „Wie schon zum Performancefestival GrenzArt bekommen die Künstler auch zu ObPhon keine Honorare und, weil andere Fördergelder weggefallen sind, nicht einmal Fahrtkosten. Die Künstler verstehen sich allesamt als Raumpioniere. Sie wollen obART bei dessen Anliegen, zeitgenössische Klangkunst im Oberland zu präsentieren, unterstützen.“

Das volle Programm gibt’s unter www.obart.eu
Eintrittspreise:
Kinder bis einschl. 15 Jahre frei
1. Juli: frei
Tageskarte Erwachsene ab 16 Jahre: 3 Euro
Festivalkarte (berechtigt zum Besuch des Festivals 2.-11.Juli so oft man möchte/nicht Abendveranstaltungen): 20 Euro
Abendkarte (bei gesonderten Abendveranstaltungen): 5 Euro

Zu den Fotos:
Foto 1: 350 Lautsprecher bilden das Körsetor.
Foto 2: Pressesprecherin Stephanie Werth im Werk IV.

Fotos: PR/Mike Salomon, Antje Meier