Deutschland und Tschechien gewinnen beim Trikick-Auftakt
Zum Thema ein Beitrag bei DRadio Wissen
Von Antje Meier
Kein Abseits, keine Eckbälle und Minuspunktzählung. Der gestrige (19.6.) Trikick-Auftakt in Kirschau war schon etwas verwirrend – vor allem für die Spieler.
„Mit dem Anpfiff zum ersten Spiel war es für die Spieler schon eine Umstellung, dass nicht nur eine Mannschaft, sondern zwei auf ein gegnerisches Tor spielen“, erzählt Stephanie Werth, Pressesprecherin des Kirschauer ObArt-Kunstlabels ganz euphorisch. ObArt ist maßgeblich an der Umsetzung von Trikick beteiligt, denn dieses Sportereignis ist ein künstlerisches Projekt, das im Rahmen des GrenzArt-Festivals stattfindet. „Doch ohne die Fördergelder durch die Euroregion Neisse wäre das ganze nicht möglich gewesen“, so Werth weiter. „Für uns ist das ganze ein Nullprojekt. Wir machen dadurch keinen Gewinn. Aber es ist schön zu sehen, wie das ganze hier angenommen wird.“
Etwa 1200 Zuschauer kamen zu diesem Fußballspiel der besonderen Art und verfolgten ab 14.30 Uhr die zwei Spiele zwischen Deutschland, Tschechien und Polen, die jeweils dreimal 30 Minuten dauerten.
Das erste Spiel ging aus der Projekt-Partnerschaft im Rahmen der Förderung der Euroregion Neisse hervor und fand zwischen den Fußballvereinen der Gemeinden Kirschau (SV Großpostwitz-Kirschau), der tschechischen Gemeinde Špinlerův Mlyn (Miasta Špinlerův Mlyn) und der polnischen Gmina Podgôrzyn statt, wie Sophia Görlach, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit von Trickick., verrät. Dieses erste Spiel endete mit einem Sieg für Deutschland. Dabei erzielte die deutsche Mannschaft 2 Punkte, Polen -6 Punkte und Tschechien -8 Punkte.
„Für die Zusammenstellung der Mannschaften des zweiten Spieles tragen André Kohlschütter (Geschäftsführer Kreisverband Fußball Bautzen e.V.) und Ronny Gutte (Sportjugendkoordinator Sportbund Bautzen) die Verantwortung. André Kohlschütter stellte die Landkreisauswahl Bautzen zusammen und Ronny Gutte nutzte seine Kontakte zu tschechischen und polnischen Fußballvereinen.“, so Görlach. Es standen sich somit das Team des Kreises Jelenia Gora, das Team des Kreises Liberec und die Landkreisauswahl Bautzen gegenüber. In dieser Partie war Tschechien der haushohe Gewinner mit 7 Punkten im Gegensatz zu Deutschland mit -13 Punkten und Polen mit -23 Punkten.
Doch was haben die Minuspunke zu bedeuten? Ganz einfach. Schießt eine Mannschaft ein Tor, erhält diese einen Punkt und die beiden anderen Mansnchaften jeweils einen Minuspunkt. Damit solle verhindert werden, dass sich zwei Mannschaften gegen die dritte Mannschaft verbünden. Eine Verbrüderung war zwar nicht der Fall, doch die deutsche und tschechische Auswahlmannschaft erkannten im zweiten Spiel sehr schnell, dass das polnische Tor das schwächste war und schossen sich darauf ein.
Es bleibt also spannend, wie es mit dem Projekt Trikick weitergeht, wenn der Platz in Kirschau fertiggestellt sein wird (Baubeginn soll im September sein). Der Auftakt jedenfalls war ein voller Erfolg.
Zum Foto: Modell des Trikickfeldes. In Kirschau wurde zunächst auf einem Provisorium gespielt.
Foto: PR