Eine Nacht lang helle Wissenschaft in Dresden
Von Jana Schäfer
Die „Lange Nacht der Wissenschaften“ lädt ein zu einem Blick hinter die Kulissen der sonst so unnahbaren Forschungsbereiche.
Was treibt die Wissenschaftler in ihren Laboren und hinter dicken
Hörsaalwänden um? Licht ins Dunkel bringt nun die achte „Lange Nacht der Wissenschaften“ am Freitag (18.6., 18 bis 1 Uhr). Dann präsentieren vier Dresdner Hochschulen zusammen mit 32 Forschungseinrichtungen und Unternehmen in und um Dresden ihre geistigen Errungenschaften. Zu den insgesamt über 450 Führungen, Ausstellungen, Vorträgen und Experimenten reihen sich dieses Jahr auch neue Veranstalter ein, wie das Grüne Forum in Pillnitz. Dort steht die Fledermaus im Mittelpunkt, an die sich unter anderem im Schlosspark mit Detektoren herangepirscht werden kann.
Welt der Gene
Wie international die Wissenschaft in Dresden geworden ist, beweist unter anderem das Max Planck Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik – ein Einblick wird nicht nur in die Welt der Gene gewährt, sondern
auch in die Welt der ausländischen Wissenschaftler bei einer Diskussionsrunde. Sie machen am Institut über die Hälfte der Mitarbeiter aus.
Um Marathonläufe zu vermeiden, steuern kostenfreie Zubringerbusse im 12-Minuten-Takt die Veranstaltungsorte auf der Wissensroute an (Linien A und B). Auch entlegenere Stationen wie der Felsenkeller (Linie C) und Königsbrück (Linie D) werden extra angefahren. Der Eintritt ist frei, und so steht den großen wie kleinen Fragen des Lebens eigentlich nichts mehr im Weg.
Netzinfos: www.wissenschaftsnacht-dresden.de
Zum Foto: Forsch, forscher, am Forschen: Zur Wissenschaftsnacht dürfen alle in den Forscherkittel schlüpfen.
Foto: Amac Garbe
WISSENSCHAFTSTIPP.
Wenn man sich im Kurzvortrag literarischer Texte messen kann, warum nicht auch wissenschaftliche Themen prägnant und publikumsfreundlich in einem Wettbewerb vortragen? Das ist zumindest die Idee des ersten Dresdner Science Slam, bei dem am Freitag (18.6., 19 Uhr) fünf Nachwuchswissenschaftler aus fünf Fachgebieten gegeneinander antreten werden.
In jeweils sechs Minuten sollen sie ihre aktuellen Forschungsthemen den bewertenden Zuschauern unterhaltsam darbieten. Austragungsort ist der Platz vor dem Dresdner Hörsaalzentrum, Bergstraße 64. (fp)
Netzinfos: tu-dresden.de/studium/career/scienceslam