Der zweite „open: campus“ an der TU Dresden lud zu Diskussionen und blieb doch unbesucht

Nur hier: Die Geschichte hinter dem Bild …

Von Alexandra Niedermeier

Der „open: campus“ hatte eigentlich viel zu bieten. Vorträge und Workshops zu allerlei Themen, eine Modenschau und ein Konzert. Dennoch zog der alternative Campus nur überschaubar viele Studenten in das Zirkuszelt hinter dem Hörsaalzentrum. Auch außergewöhnliche Veranstaltungen, wie das Hochschulrektoren-Kochduell, das durch die Absage von TU-Prorektor Prof. Karl Lenz zu einem Kochduell zwischen dem Rektor der Evangelischen Hochschule Dresden, Prof. Dr. Ralf Evers, und einem Studenten wurde, schien das Interesse kaum zu wecken.

Im vergangenen Jahr entstand der „open: campus“ im Rahmen des Bildungsstreiks und hatte noch Protestcharakter, der in diesem Jahr nicht mehr vorhanden sein sollte. Gerade dort sieht Janin Volkmann, die Germanistik und Geschichte im vierten Semester studiert und den alternativen Campus mitorganisiert hatte, ein mögliches Problem. „Wir werden oft als geschlossene Gruppe wahrgenommen, der schnell der Stempel ‚Protest‘ aufgedruckt wird, dabei sind wir hier, um Themen, die alle Studenten betreffen, anzusprechen“, sagt Volkmann.

Die Gruppe will weitermachen und plant, den alternativen Campus jedes Jahr zu veranstalten und ihn als feste Größe in Dresden zu etablieren. So soll in diesem Jahr auch etwas Nachhaltiges entstehen. „Wir fertigen eine Zeitung an, in der die Ergebnisse und unsere Erfahrungen und die der Teilnehmer festgehalten werden“, erzählt Gunda Jägeler, die im sechsten Semester Deutsch und Geschichte auf Lehramt studiert. Nun ist zu hoffen, dass die eigentlich gute Idee eines Forums für studentische Themen im nächsten Jahr mehr Zulauf erhält und eventuelle Fehler ausgebügelt werden.

Zum Foto: Strömender Regen statt eitel Sonnenschein: Gunda Jägeler organisierte den „open: campus“ mit und posiert mit dem „Zirkushund“ Arak.
Foto: Amac Garbe