Bereits zum 10. Mal werden die Seifenkisten in der Saloppe mobil gemacht

Nur hier: Die Geschichte hinter dem Bild …

Von Isabelle Starruß

„Wer zuerst bremst, den verspotten die Boxenluder!“ Am 12. Juni startet das Exotenrennen der Sommerwirtschaft Saloppe nun bereits in die zehnte Runde. Alter egal, Geschlecht im Prinzip auch. „Die harte und schweißtreibende Arbeit übernehmen die Männer – die Frauen sind zur mentalen Unterstützung dabei“, weiß Veranstalter Michael Kramer aus Erfahrung. Mit mentaler Unterstützung ist dabei das Anfeuern durch die in beliebiger Stückzahl mitzubringenden Boxenluder gemeint. Diese dürfen den Teams den nötigen Motivationsschub verpassen, wenn es darum geht, sich von der dreieinhalb Meter hohen Rampe zu stürzen und die kommenden 800 Meter möglichst wagemutig und halsbrecherisch entlang zu düsen, um schließlich im Schoß des Dresdner Elbufers das Ziel zu erreichen. Jedes Team besteht aus fünf Personen: Vier schieben und einer sitzt in der Seifenkiste.

Aus Schmerz wird Lust

Dass die Strecke zum wahren Höllenritt werden kann, damit muss gerechnet und Schmerzen durch unsachgemäßes Wenden oder Kurven mit eingeplant werden. Nicht zuletzt steht das Rennen auch unter dem Motto: „Aus dem Schmerz entsteht die Lust!“ Die Seifenkisten müssen von den insgesamt 20 Teams im Vorfeld selbst gebaut werden.

Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Alle Kisten sind individuell, pompös, extravagant und mit viel Liebe gebaut“, weiß Kramer. Nur zwei Regeln sind zu beachten. Maximal drei Meter Breite und absolute Unmotorisiertheit, denn alle Kisten müssen nur mit Muskel- und Manneskraft vorwärts bewegt werden. Wer das Ziel als Erster durchfährt, dem winken 52 Kästen Bier. Zusätzlich wurde dieses Jahr der knapp eine Tonne schwere „Paul-Fröhlich-Gedächtnis-Pokal“ ins Leben gerufen. „Ingenieure der TU Dresden haben diesen entworfen und in dreimonatiger Feinarbeit aus Edelmetallen hergestellt“, sagt Kramer. Leider ist der Grund für den Pokal sehr traurig. „Unser Moderator Paul Fröhlich, der seit der ersten Stunde dabei war, ist unter tragischen Umständen ums Leben gekommen. Wir widmen ihm diesen Wanderpokal.“

Wessen Siegeswille und Abenteuerlust geweckt ist, wer den anderen Teams zeigen will, dass er der wahre König der Seifenkisten oder wer heiß auf einen Jahresvorrat Bier ist, hat noch bis zum Starttag 10 Uhr die Möglichkeit zur Anmeldung. „Wir wünschen uns eine rege Beteiligung studentischer Teams“, animiert Kramer. Beginn ist 12 Uhr, der Eintritt ist frei, nur die Teams müssen im Vorfeld eine Startgebühr entrichten.

Anmeldung: www.saloppe.de

Zum Foto: Veranstalter Michael Kramer freut sich sehr aufs Seifenkistenrennen in der Saloppe.
Foto: Amac Garbe