Szenische Lesung des Theaters die bühne im Stilbruch Dresden

Nur hier: Die Geschichte hinter dem Bild …

Von Christina Dietze

Klimawandel, Finanzkrise, Turbokapitalismus, System verweigern, querdenken. Oder? Was trag ich eigentlich zu all dem bei?

Speziell zum 1. Klimafestival an der TU Dresden vor zwei Wochen von der bühne inszeniert, wird die szenische Lesung „Wir haben auch was dazu zu sagen!“ am Dienstag (8.6.) in der surrealen Szenebar Stilbruch wiederholt und damit auch (leider) letztmalig aufgeführt. Ein Außer-der-Reihe-Stück der bühne, welches innerhalb kürzester Zeit (8 Tage) und mit geringstem Etat (keinem) entstand. Carola Unser, Künstlerische Leiterin der bühne, erklärt, dass man sich eine klassische Lesung vorstellen kann, die aber ins szenische Spiel aufbricht: „Es gibt nicht nur was für’s Ohr, sondern auch was für’s Auge.“ Die szenische Lesung ist ein Format, auf dem die bekannten „Artikulationsversuche“ der bühne zwar basieren, das aber als solches komplett neu im Programm ist. Begleitet von Lisa Willing (Akkordeon) und Martin Guß (Percussion) lesen Martin Sommer, Anni Sonnenberg, Lisa Ingermann, Louise Marten und Konrad Rädlinger einen dramatischen Text, der politisch, grotesk, komisch und dabei so verdammt real unsere Zeit widerspiegelt. Inhaltlich verrät Carola Unser nur: „Das Stück greift so vielfältige Themen auf, die einen im schlimmsten Fall erschlagen, im Optimalfall aber eine Palette von Ansatzpunkten bieten, die eigene Realität zu überprüfen.“ Lebe ich richtig? Raum für anschließende Gespräche mit dem Publikum bietet das Stilbruch allemal. Pflichtprogramm!

Stilbruch (Böhmische Straße 30 im Hinterhaus): Dienstag (8.6., 21 Uhr); Eintritt frei; Netzinfos: www.die-buehne.net

Zum Foto: Leitet die TU-bühne künstlerisch: Carola Unser.
Foto: Amac Garbe