Rektorkandidaten werden nicht bekannt gegeben
Studentenrat kritisiert das Verfahren
Dresden. Die Rektorwahl an der TU Dresden wurde um eine Woche vorverlegt und die Kandidatenliste verabschiedet. Wer kandidiert, verrät die Uni nicht. Das sind die Ergebnisse der Sitzung des Hochschulrates der TU Dresden am Mittwoch. Die Kandidaten nicht öffentlich zu diskutieren sei untragbar, kritisiert der hochschulpolitische Geschäftsführer des Studentenrates der TU Dresden, Steven Seiffert. „Bei der Rektorwahl mit Gesichtsverlust zu argumentieren, scheint eher ein Totschlagargument zu sein, um sich dem Diskurs zu entziehen. Von einer Person, die ernsthaft vorhat, diesen Posten zu übernehmen, kann durchaus erwartet werden, auch in die Öffentlichkeit zu treten“.
Der amtierende Rektor Prof. Hermann Kokenge (Foto: Amac Garbe) darf nicht für eine erneute, seine dritte, Amtszeit zur Wahl antreten. Das hatte das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit Blick auf das im Januar 2009 in Kraft getretene Sächsische Hochschulgesetz entschieden. Das neue Gesetz sieht nur zwei Legislaturperioden zu je fünf Jahren für den Rektor vor. Der erst im Mai dieses Jahres konstituierte Hochschulrat ist laut sächsischem Hochschulgesetz mit der Erstellung eines Vorschlags für die Rektorwahl betraut. (fl)
Die Rektorwahl im “ad rem”-Überblick:
Das Ringen um die Spitze – Rektor Kokenge nach verbissenem Kampf vom Ministerium geext